ANTRAG
Das freiwerdende Eintracht-Geländes bietet durch die zentrale Lage viel Potenzial für eine zukunftsorientierte Entwicklung unserer Gemeinde. Um dabei städtebauliche Anforderungen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu berücksichtigen, stellen wir folgenden Antrag:
Der Marktgemeinderat möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Bürgerbeteiligung zu planen und durchzuführen - vorzugsweise als Präsenzveranstaltung, ergänzt um die Möglichkeit der digitalen Beteili-gung. Der Beteiligungsprozess wird dokumentiert, die Ergebnisse dem Marktrat zur Ver-fügung gestellt.
2. Die Verwaltung prüft zudem die Möglichkeit einer Kooperation mit einer Hochschule für einen städtebaulichen Ideenwettbewerb.
Begründung:
„Städte für Menschen“ – das sollte Ziel jeder Stadtplanung sein. Es bedeutet, die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen. Dafür sollten sie ihre Ideen und Vorstellungen in den Planungsprozess einbringen können.
Im Hinblick auf das Eintracht-Gelände werden bereits viele Ideen diskutiert: naturnaher Spielplatz am Bach, ein Park mit vielen Bäumen und Bänken, der in heißen Sommern Abküh-lung bietet, eine Kneipp-Anlage, Fitness-Geräte, zentrumnahes Wohnen, Geschäfte u.v.m.
Für welche Art der Nutzung wir uns entscheiden, wird große Auswirkungen auf das Ortsbild, die Aufenthaltsqualität und die Zukunftsfähigkeit von Allersberg haben (Stichworte Ortskern-belebung und Klimaanpassung). Wichtig ist deshalb eine durchdachte, ganzheitliche Planung. Durch die Zusammenarbeit mit einer Hochschule für einen städtebaulichen Wettbewerb (siehe Gilardi-Anwesen) könnte man dabei zusätzliche Impulse und Perspektiven gewinnen.
Beteiligungsverfahren bringen i.d.R. passgenauere Lösungen, sie steigern die Akzeptanz von kommunalen Planungen, und man vermeidet Diskussionen im Nachhinein. Sie sind in vielen Städten und Gemeinden Bestandteil der demokratischen Kultur. Es wäre wünschenswert, wenn auch Allersberg bei einem so wichtigen Projekt die Potenziale nutzen würde.
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