Ortsverband Allersberg http://www.gruene-roth.de Webseite des Grünen Ortsverbandes Allersberg http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ Allersberger Grüne mit neuem Vorstandsteam http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ Jahreshauptversammlung mit Christian Zwanziger und Felix Erbe als Ehrengästen – Rückblick auf... Im September fand die erste Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Allersberg statt - mit dem Landtagsabgeordneten Christian Zwanziger und dem Bundestagskandidaten Felix Erbe als Ehrengästen. Trotz Corona konnten die Ortssprecher auf eine Vielzahl erfolgreicher Aktionen zurückblicken. Die Mitgliederzahlen haben sich seit 2019 verdreifacht.

Beim Ortsverband Allersberg von Bündnis 90 / Die Grünen gibt es frischen Wind im Vorstand. Das bewährte Sprecher-Duo aus Georg Decker und Tanja Josche wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig wiedergewählt, ebenso Gisela Decker als Beisitzerin. Neu dabei im vierköpfigen Vorstand ist Roland Herzog: Der 62-jährige Ex-Unternehmer ist bereits seit der Gründung der Ortsgruppe im Mai 2019 aktives Mitglied. Er wird das Vorstandsteam künftig als Schriftführer unterstützen. Diese Position hatte bisher Wilma Kinzler inne, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte.

Erfolgreiche Aktionen trotz Corona

Im Jahresbericht blickte Tanja Josche, Sprecherin des Ortsverbands, gleich auf zwei Jahre zurück, da pandemiebedingt 2020 keine Versammlung stattgefunden hatte. Sie zog eine durchweg positive Bilanz: „Die Zahl unserer Mitglieder hat sich verdreifacht, wir konnten bei der Kommunalwahl ein respektables Ergebnis erreichen, und wir haben trotz Corona viele gute Aktionen auf die Beine gestellt. Darauf können wird stolz sein,“ sagte sie und dankte den Parteimitgliedern und Unterstützer:innen für ihr Engagement. „Ihr habt Ideen eingebracht, eure Freizeit geopfert, tatkräftig mit angepackt und uns auch finanziell unterstützt. Ohne euch hätten wir das nicht geschafft.“

Tanja Josche zählte einige Highlights auf, unter anderem die Restaurierung des Barfußpfads am Naturerlebnisweg „An der kleinen Roth“, die Filmvorführung zur Energiewende mit dem Berliner Regisseur Frank Farenski, die Denkmalschutztour der Landtagsabgeordneten Sabine Weigand im Gilardi-Anwesen, die Müllsammelaktion mit dem Eine-Welt-Laden, Baumpflanzungen, die Initiative für mehr Fahrradfreundlichkeit in Allersberg, sowie zwei Spendenaktionen, bei denen Geflüchtete auf den griechischen Inseln mit Winterkleidung versorgt und die Allersberger Schulen und der Hort mit CO2-Messgeräten ausgestattet wurden (mehr im Jahresrückblick 2020). Josche verwies auch auf die Arbeit der Fraktion, die viele Themen setzen konnte, auch wenn die Anträge nicht immer erfolgreich waren.

Unterstützung der neuen Bürgerinitiative in Allersberg

Zur Sprache kamen auf der Jahreshauptversammlung auch die geplanten Gewerbegebiete bei Altenfelden. Der Ortsverband beschloss einstimmig, die Bürgerinitiative „Ja zu einer Gewerbeentwicklung ohne Amazon“ zu unterstützen. Sprecher Georg Decker erklärte, das Ziel bestehe darin, kein Logistik-, Sortier- oder Verteilzentrum, z.B. für den umstrittenen Online-Händlers Amazon auf West 1 anzusiedeln, sondern Unternehmen verschiedener Branchen, die vielfältigere Arbeitsplätze, höhere Gewerbesteuereinnahmen und weniger Verkehr versprechen. Die Gemeinde sei keineswegs gezwungen, West 1 als Sondergebiet Logistik zu entwickeln, wie häufig behauptet wird. Tanja Josche ergänzte, dass es für den Frieden im Ort wichtig sein, bei einer so weitreichenden Entscheidung die Bevölkerung zu befragen. Viele Bürger:innen seien von der aktuellen Entwicklung enttäuscht, da sich vor den Bürgerentscheiden im Mai 2020 beide Bürgerinitiativen noch gegen Amazon positioniert hatten.

Diskussion zum Flächenverbrauch mit Felix Erbe und Christian Zwanziger

Anschließend diskutierten die Grünen über Alternativen zum ausufernden Flächenverbrauch. Der Landtagsabgeordnete Christian Zwanziger rechnete vor, dass wir Bayern alle vier bis fünf Tage eine Fläche in der Größe des Rothsees verlieren. Jedes Jahr verschwindet in der Metropolregion Nürnberg landwirtschaftliche Fläche in der Größe einer durchschnittlichen Gemeinde. „Wir müssen die wertvolle Ressource Boden besser schützen. Eine unverbindliche Richtgröße von 5 ha ist nicht ausreichend,“ so Zwanziger. Er ging auf den Wettbewerb unter den Kommunen ein, berichtete vom Antrag der Grünen auf Vorrangflächen für die Landwirtschaft, Ansätzen zur Förderung der Innenentwicklung und kritisierte die Blockade-Politik von CSU und FW in Bayern.

In der Diskussion mit Felix Erbe kamen weitere Themen zur Sprache, die im Land und im Bund dringend angepackt werden müssen, von Bildung, über Digitalisierung, Ausbau der Erneuerbaren, dem Umgang mit rechtsradikalen Strömungen und Querdenkern bis hin zum Katastrophenschutz. Erbe berichtete auch eindrücklich von seinem THW-Einsatz in den Katastrophengebieten im Ahrtal und machte deutlich, welche Lehren wir auch in den Kommunen daraus ziehen müssen, um uns für die Zukunft besser zu rüsten.

 

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Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
Tel.: 09176 / 835
Mail: info(at)gruene-allersberg.de

 

Fotos in druckfähiger Qualität:

Fotos zur Jahreshauptversammlung 2021 mit Neuwahlen (gruene-roth.de)

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Sun, 03 Oct 2021 12:24:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ Klimafolgenanpassung: Allersberg besser für Extremwetter rüsten http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ Die Allersberger Grünen haben gemeinsam mit der SPD die Erstellung eines Konzepts zur... Die Allersberger Grünen haben gemeinsam mit der SPD die Erstellung eines Konzepts zur Klimafolgenanpassung beantragt. Ziel ist es, die Gemeinde für die Zukunft zu rüsten, um Schäden durch Starkregenereignisse, Hitze oder Trockenheit zu minimieren.
 

Eine Klimaprognose des bayerischen Umweltministeriums zeigte kürzlich: Von den verschiedenen Regionen Bayerns hat Franken besonders stark unter dem Klimawandel zu leiden. Die Häufigkeit und Dauer von Hitze- und Dürreperioden steigt, gleichzeitig wächst das Risiko von Starkregenereignissen – und zwar stärker als in anderen Regionen (Bericht). Darauf müssen sich die Städte und Gemeinde vorbereiten, um ihre Bevölkerung und die Infrastrukturen zu schützen. Auch die Allersberger Grünen pochen darauf, dass ihre Gemeinde bei der Stadtplanung umdenkt: Mehr Grünflächen, mehr Bäume, grüne Fassaden und Dächer könnten Regen wie einen Schwamm aufnehmen und so die Wassermassen reduzieren, die in die Kanalisation abgeleitet werden. Gleichzeitig wirkt das urbane Grün im Sommer kühlend und reduziert so den Hitzestress für die Menschen.

Vorbereitet sein

„Die letzten Wochen haben eindrücklich gezeigt, welche katastrophalen Folgen Starkregenereignisse haben können,“ so Tanja Josche, Sprecherin der Allersberger Grünen. Den Landkreis Roth habe es zwar nicht so getroffen wie NRW und Rheinland-Pfalz. Aber auch hier standen etliche Keller unter Wasser, Straßen waren gesperrt und das Trinkwasser musste in einigen Orten über Woche abgekocht werden. „Allersberg ist mit einem blauen Auge davongekommen. Aber das kann beim nächsten Starkregen schon anders aussehen. Deshalb müssen wir vorbereitet sein und alles tun, um mögliche Schäden zu minimieren.“

Die Gemeinderatsfraktionen von Grünen und SPD haben deshalb gemeinsam die Erstellung eines Konzepts zur Klimafolgeanpassung beantragt. Dieses soll aufzeigen, welche Folgen Hitze, Dürre und Starkregenereignisse speziell für Allersberg haben können, wo es Schwachstellen oder besonders gefährdete Gebiete gibt und mit welchen Maßnahmen die Risiken gemindert oder beseitigt werden können. Die Antragssteller weisen dabei auf Förderprogramme des Bundesumweltministeriums und der bayerischen Staatsregierung hin, bei denen nur ein kleiner Teil der Kosten von der Gemeinde selbst getragen werden müsse.

Statt Grünflächen zu schützen, wird massiv versiegelt

Georg Decker, Co-Sprecher der Allersberger Grünen, kritisiert die vielen Bauprojekte in der Gemeinde, bei denen massiv Flächen versiegelt werden: „Derzeit entstehen auf 33 Hektar zwei neue Gewerbegebiete und auf neun Hektar zwei Wohnbaugebiete. Ein Hektar Land an der Kleinen Roth, das als Überschwemmungsfläche dient, soll für einen Supermarkt zubetoniert werden. Und wenn wir Pech haben, kommt noch ein ICE-Werk hinzu, für das weitere 45 Hektar erst gerodet, dann versiegelt werden. Jedes einzelne dieser Projekte trägt dazu bei, dass weniger Wasser natürlich versickern kann, dass mehr über die Kanalisation und die Gräben abgeleitet werden muss und dass der Grundwasserspiegel weiter sinkt. Dabei wäre angesichts der Klimakrise genau das Gegenteil nötig: Grünflächen schützen, Wälder aufforsten, Flächen entsiegeln.“

 

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Der Antrag zum Download

 

Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
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Mail: fraktion(at)gruene-allersberg.de

 

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Fri, 13 Aug 2021 15:53:30 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimaschutz-braucht-buergerenergie-mdl-martin-stuempfig-und-erich-wust-informierten-in-allersberg/ Klimaschutz braucht Bürgerenergie - MdL Martin Stümpfig und Erich Wust informierten in Allersberg http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimaschutz-braucht-buergerenergie-mdl-martin-stuempfig-und-erich-wust-informierten-in-allersberg/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimaschutz-braucht-buergerenergie-mdl-martin-stuempfig-und-erich-wust-informierten-in-allersberg/ Reicht das neue Klimaschutzgesetz aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen? Wie steht es um die... 3. August 2021

Reicht das neue Klimaschutzgesetz aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen? Wie steht es um die Energiewende in Deutschland? Und wie funktionieren Energieprojekte in Bürgerhand? Darüber informierten und diskutierten der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig, Sprecher für Energie & Klimaschutz, und Erich Wust, Geschäftsführer von Wust Wind & Sonne. 

Gemeinsam mit dem Energiebündel Roth-Schwabach e.V. besichtigten wir zunächst den Klimawürfel, der seit Anfang AUgust am alten Festplatz steht und über Ursachen und Folgen des Klimawandels informiert. Anschließend ging es zum Windrad nach Uttenhofen, wo wir uns ein Bild von der Anlage und dem Vorranggebiet gemacht und die Möglichkeiten eines weiteren Windkraftwerks diskutierten.

Höhepunkt des Tages waren die Vorträge der beiden Referenten im Strandhaus Birkach. Martin Stümpfig zeigte auf, wo es in Sachen Klimaschutz hakt und dass beim Ausbau der Erneuerbaren dringend der "Turbo" gezündet werden müsse. Es brauche PV auf jedem Dach, mehr Freiflächenanlagen und einen schnellen Ausbau der Windkraft. Die 10H-Regel aber verhindert in Bayern den Windkraftausbau: 2020 wurde keine einzige Anlage genehmigt. Dabei liegt hier enormes Potenzial, wie das Beispiel Uttenhofen zeigt: Die Anlage erzeugt pro Jahr 6,2 Mio. kWh - fast doppelt so viel wie alle PV-Anlagen auf den Dächern Allersbergs zusammen. Und moderne Anlagen sind sogar noch leistungsfähiger. Insgesamt sieht Martin für Allersberg und den Landkreis "Luft nach oben", was den Ausbau der Erneuerbaren betrifft.

Erich Wust, Geschäftsführer von Wust - Wind & Sonne, erläuterte, wie Bürgerenergieprojekte funktionieren, was die Grundlagen echter Bürgerbeteiligung sind und wie es um die Akzeptanz solcher Anlagen steht. Wichtig dabei: ein faires Modell für Grundstückseigentümer, vorrangige Beteiligung der Bürger am Wohnort sowie die Möglichkeit, den Strom selbst verbrauchen zu können. Auch technische Entwicklungen sprach er an und stellte einige der über 40 Bürgerenergieprojekte vor, die seine Firma bereits realisiert hat.

Im Anschluss wurde noch intensiv diskutiert, wobei sich Referenten und Besucher grundsätzlich einig waren: Wir müssen so schnell wie möglich raus aus Öl und Gas, rein in Wind und Sonne. Es ist Zeit, dass sich was dreht!

 


 

Downloads

Ausführlichere Pressemeldung:

Energiewende im Fokus: Allersbergs Potenzial noch nicht ausgeschöpft - Pressemeldung vom 13.8.2021 - PDF 0,5 MB)
 

Präsentationen der Referenten:

Vortrag Martin Stümpfig : "Unser Beitrag für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens - Klimaschutz ohne Wenn und Aber" - PDF 14,89 MB

Vortrag Erich Wust : "Klimaschutz braucht Bürgerenergie"- PDF 2,58 MB
 

Fotos in druckfähiger Qualität:

Fotos "Klimaschutz braucht Bürgerenergie" - 3.8.2021

 

 

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Sat, 07 Aug 2021 16:08:05 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nahrungsangebot-fuer-stoerche-verbessern/ Nahrungsangebot für Störche verbessern http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nahrungsangebot-fuer-stoerche-verbessern/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nahrungsangebot-fuer-stoerche-verbessern/ Damit Störche in Allersberg optimale Nistbedingungen vorfinden, muss das Futterangebot... 2013 gab der Umweltausschuss grünes Licht für ein Storchenprojekt in Allersberg. Ziel war es, zunächst die Nahrungsgrundlage für den bedrohten Weißstorch zu schaffen, damit dieser sich niederlassen kann. Denn im Vergleich zu anderen Storchenrevieren sind Feuchtbiotope um Allersberg selten bzw. zu weit entfernt. Bisher wurde aber nur ein kleiner Teil des Konzepts umgesetzt.

Die Fraktionen von GRÜNEN und SPD beantragen daher, dass geeignete Flächen identifiziert und Maßnahmen entwickelt werden, um das Nahrungsangebot für Weißstörche in Allersberg zu verbessern.

Das Anlegen einer Nisthilfe, wie vom ABF beantragt, ist ausdrücklich zu begrüßen. Doch damit Störche in Allersberg optimale Nistbedingungen vorfindet, muss auch das Futterangebot ausreichend sein: Ein Storchenpaar braucht rund 200 Hektar extensives Grünland mit einem hohen Anteil an Feuchtwiesen, um Würmer, Frösche, Kaulquappen, Echsen, Fische, Mäuse und Insekten für seine Jungen finden zu können.

Mehr:

Antrag von GRÜNEN und SPD für den Umweltausschuss

  

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Tue, 06 Jul 2021 17:45:51 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/baeche-und-graeben-naturnah-entwickeln/ Bäche und Gräben naturnah entwickeln http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/baeche-und-graeben-naturnah-entwickeln/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/baeche-und-graeben-naturnah-entwickeln/ Die Allersberger Grünen wollen ihre Gemeinde für künftige Starkregenereignisse besser rüsten und...
Die Allersberger Grünen wollen ihre Gemeinde für künftige Starkregenereignisse besser rüsten und fordern, die Fließgewässer konsequent zu renaturieren. Uferrandbereiche und Überschwemmungsgebiete wie am Ortseingang neben der Baumschule sollten für den Wasserrückhalt freigehalten werden.

 

Bei heftigen Regenfällen ist in der vergangenen Woche in Allersberg das Regenrückhaltebecken Kieselgraben Nord übergelaufen. Innerhalb kürzester Zeit füllten die Wassermassen – sechs Millionen Liter sollen es gewesen sein – eine Baugrube in der Sandstraße. Die Keller der umlie­genden Häuser blieben verschont, dennoch saß der Schock für die Anwohner tief. Sie hatten sich seit dem Bau des Rückhaltebeckens vor Überflutungen, wie sie früher häufig vorkamen, relativ sicher gefühlt. Schließlich war das Becken für ein Jahrhundert­hochwasser konzipiert.

Auch an anderer Stelle Allersbergs traten Bäche über die Ufer: Am Langweidgraben überflutete das Wasser viele Gärten. Nach Aussagen der Anwohner stand es hier so hoch wie noch nie. Dabei hatte die Verwaltung noch wenige Tage zuvor versichert, der Langweidgraben sei leistungsfähig und könne sogar zusätzliches Oberflächenwasser aus dem neuen Baugebiet „St. Wolfgang“ auf­nehmen. Anlass dafür waren Stel­lungnah­men vom Wasserwirtschaftsamt, vom Bund Naturschutz und von einem Anlieger, die befürchteten, das Überflutungsrisiko könne mit dem Baugebiet steigen.

Allersbergs Fließgewässer sind in einem schlechten Zustand

„Das Unwetter hat uns gezeigt, wie wenig leistungsfähig die Gräben in Allersberg sind. Aufgrund des Klimawandels werden solche Starkregenereignissen aber immer häufiger auftreten,“ mahnt Tanja Josche, Sprecherin der Allersberger Grünen. Die Renaturierung der Gewässer sollte daher nach Ansicht der Grünen dringend mehr Priorität bekommen.

Allersberg wird von mehreren Fließgewässern durchzogen, die überwiegend in sehr schlech­tem Zustand sind. Sie sind größtenteils begradigt, verrohrt und bis an den Uferrand bebaut. Damit haben sie ihre ursprüngliche Funktion als Rückhalteraum und Lebensraum für Pflanzen und Tiere verloren. Da die Gemeinde für den Unterhalt dieser Gewässer verantwortlich ist, hat sie laut europäischer Wasserrahmenrichtlinie auch die Pflicht, bis spätestens 2027 die „Voraussetzungen für eine natur­nahe Entwicklung“ zu schaffen. Das bedeutet: harten Verbau entfernen, Gewässer­randstreifen anlegen und die Bäche möglichst „entgradigen“. Viele Kommunen sind hier schon aktiv, zumal der Freistaat bei solchen Maßnahmen einen großen Teil der Kosten übernimmt.

Fläche für geplanten Supermarkt war für die Renaturierung gedacht

Auch Allersberg hat sich die Renaturierung längst als Ziel gesetzt und entlang der Kleinen Roth immer wieder Grundstücke aufgekauft. Auf beiden Seiten des Gewässers sollte ein Streifen von 15 Metern in gemeindlicher Hand und frei von Bebauung bleiben. „Dieses Ziel scheint aber derzeit aus dem Blick geraten,“ bedauert Tanja Josche. Als Beispiel sei die Fläche neben der Baum­schule genannt, auf der ein Supermarkt geplant ist: Erst 2016 hatte die Gemeinde das südliche Teilstück, das direkt an die Kleine Roth grenzt, erworben, um es für die Gewäs­ser­renaturierung nutzen zu können. Nur fünf Jahre später soll nun genau dieselbe Fläche an einen Investor verkauft und zu großen Teilen versiegelt werden – bis fünf Meter an den Uferrand heran.

An dieser Stelle ist die geplante Versiegelung besonders kritisch, weil es sich um eine wichtige Rück­haltefläche handelt: Alle paar Jahre steht das Gelände westlich der Baumschule, oft auch die Verkaufsräume, komplett unter Wasser. „Sollte diese wichtige Überschwem­mungs­fläche wegfallen und an der Kleinen Roth wegen des schlechten Baugrunds womöglich noch eine Stütz­mauer errich­tet werden, wird das Überflutungsrisiko flußaufwärts steigen,“ fürchtet Tanja Josche. „Wir Grüne lehnen daher eine Versiegelung dieser Feuchtfläche entschieden ab. Statt­dessen sollten wir lieber einen konkreten Plan entwickeln, wie wir die Kleine Roth und andere Gewässer renaturieren und unseren Ort besser für die Folgen des Klimawandels rüsten wollen.“

Kritisches Maß an Oberflächenversiegelungen in der Gemeinde

Georg Decker, Co-Sprecher der Allersberger Grünen, ergänzt: „Das Supermarkt-Projekt betrifft zwar eine besonders kritische Stelle, aber es ist bei weitem nicht die einzige geplante Flächen­versiegelung in unserer Gemeinde. Hinzu kommen zwei riesige Gewerbegebiete mit insgesamt 33 Hektar, zwei neue Wohnbaugebiete mit neun Hektar, und wenn wir Pech haben, weitere 45 Hektar für ein ICE-Werk mitten im Bannwald. Jedes einzelne dieser Bauprojekte trägt dazu bei, dass weniger Wasser natürlich versickern kann, dass mehr über die Kanalisation und die Gräben abgeleitet werden muss und dass der Grundwasserspiegel weiter sinkt.“

Die Grünen setzen sich daher für den Schutz und die Renaturierung der Gewässer in Allersberg und eine wassersensible Ortsentwicklung ein. Damit lassen sich die Folgen von Stark­regenereig­nissen minimieren. Gleichzeitig verbessern naturnahe Bäche auch das Ortsbild und tragen als Erholungsort und Treffpunkt für Kinder und Familien maßgeblich zur Steigerung der Lebens­qualität bei.

 

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Tue, 15 Jun 2021 10:46:02 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene-bekraeftigen-ihre-amazon-ablehnung-unterstuetzung-aus-der-landtagsfraktion-und-dem-kreisverban/ GRÜNE bekräftigen ihre Amazon-Ablehnung – Unterstützung aus der Landtagsfraktion und dem Kreisverband http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene-bekraeftigen-ihre-amazon-ablehnung-unterstuetzung-aus-der-landtagsfraktion-und-dem-kreisverban/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene-bekraeftigen-ihre-amazon-ablehnung-unterstuetzung-aus-der-landtagsfraktion-und-dem-kreisverban/ Die Allersberger GRÜNEN-Fraktion stand einer möglichen Ansiedlung von Amazon von Anfang an kritisch...
Die Allersberger GRÜNEN-Fraktion stand einer möglichen Ansiedlung von Amazon von Anfang an kritisch gegenüber. Kurz vor der Entscheidung über den Verkauf der gewerblichen Flächen bei Altenfelden bekräftigt sie noch einmal Ihre Position und weist auf die möglichen negativen Folgen für die Gemeinde hin. 


Am 19. März 2021 endete die Ausschreibungsfrist für die geplanten Allersberger Gewerbe­ge­biete westlich der Autobahn. Das Kommunalunternehmen (KU) wertet derzeit die Bewer­bun­gen aus und wird dem Marktgemein­de­rat vermutlich in Kürze einen Empfehlungs­beschluss unterbreiten. Auch wenn bisher nichts ent­schieden ist, so sind doch die Präferenzen vor Ort klar: Sowohl die Gemeindeverwal­tung als auch die Fraktionen von ABF und FW haben mehr­fach deutlich gemacht, dass sie einem Verkauf an den Immobilienentwickler P3 Logistic Parks und einer Ansiedlung von Amazon positiv gegen­überste­hen. Die GRÜNEN lehnen diese Varian­te ab und nennen dafür mehrere Gründe.

„Entscheidend sind für uns die möglichen langfristigen Folgen für Allersberg,“ so Tanja Josche. „Was uns erwarten kann, sehen wir an anderen Amazon-Standorten. Dort zahlt Amazon in Rela­tion zur verbrauchten Fläche in der Regel nur sehr wenig Gewerbe­steuer. Die Arbeits­bedin­gun­gen für die Mitarbeiter sind katastrophal. Und durch das hohe Ver­kehrsauf­kommen ent­stehen neue Probleme und hohe Folge­kosten für die Gemeinden. Ich bezweifle, dass es gerade bei uns anders sein würde.“ Deshalb sollte man bei der Bewerberauswahl genau hinsehen. „Es gibt Alternativen zu Amazon. Alternativen, die bei ähnlichen Einnahmen aus dem Grund­stücks­verkauf langfristig mehr Vorteile bringen und auch eher dazu beitragen würden, die Spaltung in unserer Gemein­de zu überwinden.“

Georg Decker sorgt sich vor allem um die Finanzsituation der Markt­gemeinde: „Das Landrats­amt mahnt, dass wir angesichts unserer Verschuldung dringend Maßnahmen ergreifen müs­sen, um unsere kontinuierlichen Einnahmen zu steigern. Dabei spricht die Rechtsaufsicht konkret die Realsteuern an. Warum sollten wir nun hier auf ein Unter­nehmen setzen, bei dem von vorn­herein klar ist, dass relativ wenig an Gewerbesteuer zu erwarten ist?“ Natürlich könne man auch bei anderen Unternehmen die Höhe der Gewerbe­steuer nicht vorhersagen, räumt er ein. Aber zumin­dest ließe sich das wirtschaftliche Risiko erheblich reduzieren, wenn man nicht auf einen Großkonzern setzt, der global als Steuervermeider bekannt ist, sondern statt­dessen auf mehrere unterschiedliche Betriebe. Außerdem gibt er zu bedenken, dass Amazon von Corona stark profitiert hat und ergänzt: „Wir sollten nicht noch einen Konzern unterstützen, der den ohnehin unter der Pandemie leidenden Einzelhandel massiv in seiner Existenz bedroht.“

Unterstützung erhalten die Allersberger GRÜNEN bei ihrem Appell von den mittelfränkischen Landtagsabgeordneten Barbara Fuchs und Sabine Weigand:

„Jetzt gilt es, in Allersberg die richtigen Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Gewer­be­entwicklung der Gemeinde zu stellen. Riesige Logistikhallen von internationalen Steuer­ver­meidern können dabei weder aus ökologischer noch ökonomischer Sicht einen nach­haltigen Beitrag leisten. Kleine und mittlere Betriebe stehen dagegen für qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze und sind ein Garant dafür, dass die Wertschöpfung auch wirklich in der Region verbleibt“, betont die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Barbara Fuchs.

„Allersberg hat Besseres verdient als Amazon – mittelständische Unternehmen, die hier bei uns ihre Steuern zahlen und gute Arbeitsplätze bieten,“ ergänzt Dr. Sabine Weigand, die als Mitglied der Landtagsfraktion für den Wahlkreis Roth und Nürnberger Land zuständig ist.

Auch im Kreisverband Roth von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN sieht man eine mögliche Entschei­dung für Amazon kritisch:

„Der örtliche Einzelhandel droht teilweise an der Corona-Pandemie zugrunde zu gehen – und Amazon sahnt ab. Steuergelder, mit denen unsere Krankenhäuser und Pflegeheime finanziert werden können, sind jedoch von Amazon nicht zu erwarten. Gebt ehrbaren Unternehmen in Allersberg eine Chance!“ appelliert die Kreissprecherin Dr. Ursula Burkhardt an die Entschei­der:innen.

Boris Czerwenka, Sprecher des KV Roth, spricht die Versäumnisse der Landesregierung an, die hier deutlich werden: „Das neue Allersberger Gewerbegebiet ist ein Beispiel dafür, dass das freiwillige Flächen­sparen des Herrn Aiwanger nicht funktioniert. Hier verbraucht eine Gemein­de quasi das Gesamtbudget an Fläche für den ganzen Landkreis. Wenn man es mit dem Flächen­sparen wirklich ernst meint, müssen andere bayern- und landkreisweite Konzepte her. Damit würde man auch verhindern, dass Konzerne wie Amazon einzelne Gemeinden gegen­einander ausspielen.“

 

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Thu, 15 Apr 2021 21:28:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/konzeptskizze-wie-soll-das-gilardi-haus-kuenftig-genutzt-werden/ Konzeptskizze: Wie soll das Gilardi-Haus künftig genutzt werden? http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/konzeptskizze-wie-soll-das-gilardi-haus-kuenftig-genutzt-werden/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/konzeptskizze-wie-soll-das-gilardi-haus-kuenftig-genutzt-werden/ Das Gilardi-Anwesen soll lebendiger, sozialer und kultureller Mittelpunkt Allersbergs sein. Ein...
Am 22. März 2021 berät der Marktgemeinderat über die Nutzung des Hauthauses des Gilardi-Anwesens. Die Fraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN bringt folgende Ansätze und Ideen zur Diskussion in die Beratungen ein:

Für das Gilardihaus existiert bereits ein Nutzungskonzept, das vor einigen Jahren auf der Grundlage einer Bürgerbefragung entwickelt wurde. Ziel war es, einerseits den Bedürf­nissen und Wünschen der Bürger:innen zu entsprechen. Andererseits sollte einer zunehmenden Verödung des Ortskerns ent­gegen­gewirkt werden. So umfasste das Konzept u.a. ein Café als zentraler Treffpunkt für die Bevöl­kerung sowie eine Markthalle mit verschiedenen Geschäften. An den grund­sätz­lichen Zielen von damals wollen wir festhalten: Das Gilardi-Anwesen soll lebendiger, sozialer und kultureller Mittel­punkt Allersbergs sein. Ein touristischer Anziehungspunkt und ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, der zur Stärkung und Belebung des Ortskerns beiträgt.

Daher schlagen wir folgende Nutzung vor:
 

Erdgeschoss

Ins Erdgeschoss des Haupthauses sollte wie geplant das Kultur- und Tourismusbüro ein­zie­hen. Es wäre damit am zentralsten Ort Allersbergs für Touristen ideal gelegen.

Die übrigen Räume im Erdgeschoss sollten durch die Bevölkerung nutzbar sein. Als Ersatz für die ursprünglich im Westtrakt geplante Markthalle schlagen wir einen Galerie­laden vor (z. B. für handgefertigte Produkte, Souvenirs, Spielwaren). Betrieben wird der Einkaufsladen von lokalen Produzenten/Künstlern, die sich genossenschaftlich organi­sieren. Die demo­kratische Beteiligung stärkt die Identifikation mit dem Laden, zudem wird ein kommuni­kativer Treff­punkt für die Einwohner geschaffen. Ggfs. ließe sich auch der Eine-Welt-Laden integrieren.

(Vgl. ähnliche Ladenkonzepte: Dorfladen-Lenggries, Kiel: LadenGUT, München: Siebenmachen)
 

Obergeschoss

Für die Prunkräume im Obergeschoss sollte am beschlossenen Konzept festgehalten werden. Sie eignen sich ideal als Mehrzweck­räume zur Vermietung ebenso wie zur Eigennutzung durch die Gemeinde, z. B. für:

  • Präsentationen des Tourismusbüros
  • öffentliche Vorträge, Filmvorführungen, Aufführungen
  • Workshops, Seminare und Tagungen von Unternehmen
  • Sitzungen örtlicher Vereine und Organisationen
  • Trauungen, Bankette, Empfänge
  • Bewerbungstrainings im Rahmen der Jugendarbeit
  • Ausstellungen (vgl. Residenz Hilpoltstein)
     

Untergeschoss

Für unsere Jugend­lichen und das Jugendbüro müssen Räume in zentraler Lage zur Verfü­gung gestellt werden. Der aktuelle Standort des ALL INN bei der Feuerwehr ist als Jugend­­treff nicht geeignet: Weit vom Zentrum entfernt sind spontane Treffen kaum mög­lich, und den Jüngeren ist nicht zuzumuten, im Dunkeln durchs Gewerbegebiet zu laufen. Daher befür­worten wir die Idee, künftig den Jugendtreff im Gilardi-Keller anzusiedeln. Die hinteren / nördlichen Räume ließen sich entsprechend jugendgerecht einrichten.

Gleichzeitig wollen wir an der Idee eines Generationentreffs festhalten, die sich mit den Jugendräumen verbinden lässt. Die vorderen / süd­lichen Räume des Untergeschosses wären für einen solchen Treff geeignet bzw. es könnten Räume gemein­sam genutzt werden. Dabei wäre auch ein kleines Café denkbar, das nur zu bestimmten Zeiten geöffnet ist und über einen Verein oder Ehrenamtliche betrieben wird. Auch ein Repair-Café könnte hier entstehen.

In einem Generationentreff können sich Menschen verschiedenster Alters­gruppen treffen. Vor allem im Hinblick auf eine immer älter werdende Bevölke­rung ist eine solche Begeg­nungs­stätte wichtig und wurde bspw. auch bei der Senioren­zukunftswerkstatt gewünscht.
 

Fassade

Für die Fassade sollte der Farbton gewählt werden, der sich am Befund orientiert und bereits für die Flügelbauten gewählt wurde (Version 1 in der Präsentation des Architekten­büros vom 1.3.2021). So ergibt sich für das Anwesen ein stimmiges Gesamtbild.

 

Tanja Josche / Georg Decker
Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

 


Weitere Informationen:

Virtueller Rundgang durch das Gilardi-Haus (kvv-allersberg.de)

Planskizzen zum Nutzungskonzept von 2010 (gilardi-anwesen-allersberg.de)

Dokumentation der Sanierungen in Bildern (gilard-anwesen-allersberg.de) 

10-Punkte-Plan zur Stärkung der Innenstädte (GRÜNEN-Fraktion im Landtag)

 

 

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Wed, 17 Mar 2021 20:00:48 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/stellungnahme-zur-ansiedlung-von-supermarkt-und-cafe-in-der-rother-strasse/ Stellungnahme zur Ansiedlung von Supermarkt und Café in der Rother Straße http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/stellungnahme-zur-ansiedlung-von-supermarkt-und-cafe-in-der-rother-strasse/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/stellungnahme-zur-ansiedlung-von-supermarkt-und-cafe-in-der-rother-strasse/ Die GRÜNEN Fraktion befürwortet ein Café für Allersberg, sieht aber den Standort kritisch und... Die GRÜNEN Fraktion befürwortet ein Café für Allersberg, sieht aber den Standort kritisch und vermisst einen fairen Umgang mit dem langjährigen Pächter der Flächen.
 

Am 15.3.2021 wurde im Sonderausschluss des Allersberger Marktgemeinderats der Aufstellungsbeschluss zur Ansiedlung eines Supermarkts mit Schmidt-Bäcker in der Rother Straße gefasst. Die GRÜNEN-Fraktion nimmt dazu wie folgt Stellung:

Die Fraktion steht einer Ansiedlung von Gastronomie-Angeboten, die die Attraktivität Allersbergs steigern, grundsätzlich positiv gegenüber. Dabei halten sie ein Konzept wie es die Bäckerei Schmidt bereits in Roth und Hilpoltstein erfolgreich um­setzt, für sehr gut geeignet. Denn bisher fehlt in Allersberg ein solcher Treffpunkt, der auch am Wochenende und in den Abendstunden geöffnet ist und auch Familien mit Kindern anspricht. Viele Bürger:innen haben sich deshalb in der Vergangenheit bei den Schmidt-Bäckern in den Nachbargemeinden getroffen. „Ein Café mit Außen­spiel­platz würde von den Allersberger:innen sicher gut angenommen,“ ist Tanja Josche überzeugt.

Beeinträchtigung des Ortsbilds befürchtet

Kritisch sehen die GRÜNEN allerdings die Ansiedlung zusammen mit einem weiteren Supermarkt an einem derart repräsentativen Standort Allersbergs. Sie befürchten, dass das Ortsbild durch einen Markt hier stark beeinträchtigt wird. Man sollte lieber Einzel­handels­geschäfte im Zentrum stärken und weiterentwickeln, so wie es auch das städte­bauliche Entwicklungskonzept der Marktgemeinde Allersberg vorsieht. In dem Konzept, das der Marktgemeinderat 2010 verabschiedet hat, ist der Standort westlich der Baum­schule explizit als „städtebaulich nicht integrierter Stand­ort“ gewer­tet, der für die Ansiedlung von Betrieben zur Deckung der täglichen Grund­versorgung nicht geeignet ist. „Der Marktrat hat damals aus gutem Grund beschlossen, hier keinen Einzelhandel ansiedeln zu wollen. Daran sollten wir uns halten,“ so Georg Decker.

Innenentwicklung sollte Vorrang haben

„Wir dürfen den Ortskern nicht weiter ausbluten, indem wir immer mehr Märkte auf der grünen Wiese entstehen lassen. Gerade im Hinblick auf die älteren Mitbür­ger:innen sollte eine fußläufig erreichbare Lebensmittelversorgung in der Ortsmitte oberste Priorität haben,“ so Decker weiter. Das würde auch die Lebendigkeit des Ortes steigern.

Kein angemessener Umgang mit langjährigem Pächter

Enttäuscht zeigen sich die GRÜNEN auch darüber, wie vom Markt Allersberg mit dem jahrzehntelangen Pächter der gemeindeeigenen Flächen, auf denen Supermarkt und Bäckerei entstehen sollen, umgegangen wird. Die Baumschule Bittner hat erst über Mitarbeiter des staatlichen Bauamtes von den Planungen erfahren, als diese vor Ort Grundstücksvermessungen durchführten. „So geht man mit einem lang­jährigen Pächter nicht um,“ findet Tanja Josche. „Es ist üblich, dass man bei solchen Vorhaben Grund­stücks­­nachbarn und Pächter beteiligt und sie nicht vor vollendete Tatsachen stellt.“

Die Familie Bittner hat die Flächen bereits seit mehreren Jahr­zehn­ten von der Gemeinde gepachtet. Sie sind für sie nach eigenen Angaben „für das Weiterbestehen unseres Betriebes von existenzieller Wichtigkeit“. Deshalb hat die Familie Bittner in der Vergan­genheit selbst schon Interesse an einem Kauf bekundet. „Es sollten nun schnellstens Gespräche geführt werden, um eine einver­nehmliche Lösung zu finden,“ stimmt Georg Decker zu.

 

Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
Tel.: 09176 / 835
Mail: fraktion(at)gruene-allersberg.de

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Tue, 16 Mar 2021 09:35:54 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/unsere-forderungen-zum-internationalen-frauentag/ Unsere Forderungen zum Internationalen Frauentag http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/unsere-forderungen-zum-internationalen-frauentag/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/unsere-forderungen-zum-internationalen-frauentag/ Frauen sind in unserer Gesellschaft noch immer nicht gleichberechtigt. Die Ungleichheit hat sich... Frauen sind in unserer Gesellschaft noch immer nicht gleichberechtigt: Frauen verdienen weniger als Männer. Sie sind häufiger von Altersarmut betroffen. In DAX-Vorständen sitzen mehr Männer, die Thomas heißen, als Frauen. Und in Deutschland ist es ein Steuervorteil, wenn die Frau zuhause bleibt. Auf diese Missstände machen wir vom KV Roth heute am Internationalen Frauentag aufmerksam - zusammen mit Millionen Frauen weltweit!

Denn gerade in Zeiten von Corona ist dieser Tag wichtig: Frauen tragen in der Pandemie die Hauptlast beim Jonglieren zwischen Homeschooling, Homeoffice und Kinderbetreuung. Und es sind vor allem Frauen, die als Pflegekräfte, im Einzelhandel und in Kitas in den "systemrelevanten“ Berufen alles am Laufen halten – bei meist schlechter Bezahlung.

Für echte Gleichberechtigung müssen wir deshalb weiter kämpfen! Unsere Forderungen sind klar: Wir brauchen gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. Frauen brauchen finanzielle Unabhängigkeit und Schutz vor Gewalt. Wir brauchen garantierte, flächendeckende Kinderbetreuung, damit Frauen sich nicht zwischen Kind und Karriere entscheiden müssen. Wir brauchen eine echte Frauenquote. Und wir brauchen Männer, die sich vom Patriarchat emanzipieren. Die Hälfte der Macht den Frauen – das käme der ganzen Gesellschaft zu Gute! Dafür setzen wir Grüne uns ein, nicht nur heute, sondern jeden Tag.

#geballterFeminismus

 

Unsere Forderungen zum Internationalen Frauentag:

(Klicken zum Vergrößern)

 

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Mon, 08 Mar 2021 10:46:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/jahresrueckblick_2020_erfolgreiche_aktionen_trotz_corona/ Allersberger Gewerbegebiete: Wer wird über die Käufer entscheiden? http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/jahresrueckblick_2020_erfolgreiche_aktionen_trotz_corona/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/jahresrueckblick_2020_erfolgreiche_aktionen_trotz_corona/ Am 15. Februar behandelt der Allersberger Sonderausschuss einen Antrag von Tanja Josche zum... Am 15. Februar behandelt der Allersberger Sonderausschuss einen Antrag von Tanja Josche zum Vergabeverfahren für die Gewerbegebiete. Die Fraktionssprecherin von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, dass der Gemeinderat Einsicht in alle Bewerbungen erhält und auf Basis des Kriterienkatalogs entscheidet, an wen die Flächen in West 1 verkauft werden.

Ein Drittel der Flächen im Sondergebiet Logistik (West 1) befindet sich im Besitz der Marktgemeinde, zwei Drittel im Besitz des KU. Wenn es in den kommenden Wochen um den Verkauf der Flächen geht, müssen somit zwangsläufig beide Gremien mitentscheiden. Wie genau das ablaufen soll, ist aber bisher nicht geregelt. Wieviel Mitsprache hat der Marktgemeinderat bei der Auswahl der Käufer? Wird er alle Bewerbungen prüfen und die beste Lösung wählen können? Oder bekommt er nur einen Kandidaten präsentiert, den er absegnen soll?

„Bisher gibt es keinen offiziellen Beschluss zum Vorgehen. Nach den Ereignissen der letzten Monate ist es aber durchaus denkbar, dass die Entscheidung im KU fällt und der Marktrat nur noch dem Verkauf zustimmen oder ihn ablehnen kann,“ vermutet Tanja Josche. „Damit dürfen wir uns nicht zufriedengeben. Eine Entscheidung von dieser Tragweite muss von denjenigen getroffen werden, die die Bürger:innen als ihre Vertreter:innen in den Rat gewählt haben. Und dabei müssen alle Optionen auf den Tisch.“

P3 und Amazon sind nicht alternativlos

Tanja Josche ist überzeugt, dass bis 19. März einige interessante Bewerbungen eingehen werden – trotz der sehr kurzen Ausschreibungszeit. Sie weiß von Projektentwicklern, die sich für komplett West 1 interessieren, und von Speditionsunternehmen, die größere Flächen für den Eigenbedarf erwerben wollen. „Allersberg ist in der glücklichen Lage, sich die besten Unternehmen aussuchen zu können,“ so Tanja Josche. „Es gibt Alternativen zu P3 und Amazon.“ Mit ihrem Antrag will sie erreichen, dass der Marktgemeinderat von diesen Alternativen auch erfährt. Nur so könne er schließlich seiner Aufgabe gerecht werden und die beste Lösung für Allersberg finden.

Die „beste Lösung“ ist dabei für die Grünen eine, die zusätzlich zu den Verkaufserlösen weitere Vorteile für die Gemeinde bringt: hohe Gewerbesteuer, gute Arbeitsbedingungen und möglichst wenig Verkehr zum Beispiel. Und die auch geeignet ist, die Spaltung in der Gemeinde zu überwinden: „Bei einer Entscheidung für P3 und Amazon werden die Diskussionen im Ort nicht aufhören. Wenn uns daran liegt, den Riss, der durch Vereine und Familien geht, wieder zu kitten, brauchen wir eine Lösung ohne Amazon.“

 

Weitere Informationen:

Initiates file downloadBericht dazu in der Hilpoltsteiner Zeitung, 13.2.2021

Initiates file downloadBericht in der HIZ, nachdem der Antrag im Sonderausschuss abgelehnt wurde, 18.2.2021

 

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Thu, 11 Feb 2021 00:34:00 +0100