Ortsverband Allersberg http://www.gruene-roth.de Webseite des Grünen Ortsverbandes Allersberg http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/geplantes-ice-werk-bis-30-juni-koennen-buergerinnen-einwaende-vorbringen/ Geplantes ICE-Werk: Bis 30. Juni können Bürger*innen Einwände vorbringen http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/geplantes-ice-werk-bis-30-juni-koennen-buergerinnen-einwaende-vorbringen/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/geplantes-ice-werk-bis-30-juni-koennen-buergerinnen-einwaende-vorbringen/ Das Raumordnungsverfahren zum geplanten ICE-Werk ist eröffnet. Allersberg/Harrlach ist einer von...
Das Raumordnungsverfahren zum geplanten ICE-Werk ist eröffnet. Allersberg/Harrlach ist einer der drei Standorte, welche nun durch die Regierung von Mittelfranken geprüft werden. Dabei hat jede Bürgerin, jeder Bürger die Möglichkeit, Bedenken und Einwände zu äußern. Nutzt die Gelegenheit! 

Die wichtigsten Fakten und Hintergründe haben wir hier für euch zusammengefasst:
 

Worum geht es eigentlich?

Die Deutsche Bahn baut ihr Angebot aus und benötigt neben neuen Zügen auch zusätzliche Instandhaltungswerke. Im Raum Nürnberg soll bis 2028 das zehnte Werk in Deutschland entstehen. Das Werksgelände soll 3,2 km lang und 450 m breit werden. Inklusive Gleisanlage geht man von einem Flächenbedarf von 35-45 ha aus. Geplant ist, im Werk täglich 25 Züge zu warten: Innen- und Außenreinigung, Entleerung Toiletten, Müllentsorgung, Entstörung. Arbeitsschwerpunkt ist in den Nachtstunden.
 

Was sagen die Befürwortenden?

Als zentrale Argumente nennen diejenigen, die das Werk befürworten, dass die Bahn rund 400 Millionen Euro in die Region investiert und 450 Arbeitsplätze entstehen (wobei aber laut Aussagen der DB ein Teil der Mitarbeiter aus anderen Werken verlagert werden soll).
 

Welche Standorte sind im Rennen?

Im derzeit laufenden Raumordnungsverfahren (Erklärung weiter unten) werden drei Standorte durch die Regierung von Mittelfranken geprüft: der Wald zwischen Harrlach, Allersberg und Pyrbaum (s. Karte), das Muna-Gelände in Feucht und der Wald südlich der Muna beim Jägersee. 
 

Warum wird dagegen protestiert?

Bei allen drei Standorten müssten für das Werk rund 35-45 Hektar Bannwald gerodet werden. Das ist eine enorm große Fläche: Mit dem Fahrrad würde man eine Stunde benötigen, um einmal herum zu fahren.

Entscheidend ist, dass es sich bei Bannwald um Wald handelt, der gesetzlich streng geschützt ist, weil er eine außerordentlich hohe Bedeutung für Mensch, Natur und Tierwelt hat - als Lebensraum, für den Wasserhaushalt, für die Luftreinheit. Zudem ist der Reichswald durch seine Kühlfunktion eine Art "Klimaanlage" für die Region: ein wichtiger Aspekt, weil Nürnberg vom Klimawandel stark betroffen ist und voraussichtlich einen Termperaturanstieg von 5,6 Grad erreichen wird (Klima-Report von 2021). Daneben kommen zahlreiche weitere Argumente (Zerstörung Vogelschutzgebiet, Gefährdung des Trinkwassers, Lärmbelastung ...) hinzu:

Was ist mit dem Standort am Hafen?

Der Bund Naturschutz e.V. hatte der Deutschen Bahn einen Alternativstandort am Nürnberger Hafen vorgeschlagen. Ein Teil des Hafens sollte laut der Betreibergesellschaft Bayernhafen ohnehin zugeschüttet werden, dort und auf den angrenzenden Gewerbeflächen könnte das Werk in verkleinerten Dimensionen realisiert werden. Das GVZ mit dem Schwerlastkai bliebe davon unberührt. Die Deutsche Bahn bestätigte zwar die Machbarkeit dieses Standorts, lehnt aber eine Berücksichtigung im Verfahren ab, weil "die Flächen nicht zur Verfügung stehen" (Anmerkung: Das tun sie an den anderen drei Standorten auch nicht...).

Mehr Infos dazu: Bahn hält die Errichtung des ICE-Werks im Hafen für möglich (bund-naturschutz.de)
 

Wie stehen die Grünen zu den Planungen?

Gemeinsam mit dem BN und den Bürgerinitiativen setzen wir uns als Grüne dafür ein, dass für das ICE-Werk ein Standort auf bereits versiegelter Fläche gefunden wird. Es geht nicht darum, kein ICE-Werk in der Region zu wollen, sondern um die genaue Prüfung sinnvoller Alternativstandorte. Die Klimakrise schreitet immer schneller voran, Böden trocknen aus, unsere Wälder sterben ab - gerade jetzt ist der Reichswald als grüne Lunge, Klimaregulativ und Wasserspeicher für unsere Region unverzichtbar. 
 

Was ist ein Raumordnungsverfahren?

Raumordnungsverfahren (ROV) dienen dazu, besonders bedeutsame Vorhaben auf ihre "Raumverträglichkeit" zu prüfen. Dazu muss der Bauvorhabensträger (hier die Deutsche Bahn) ausführliche Unterlagen bei der Regierung von Mittelfranken als höhere Landesplanungsbehörde einreichen. Die Regierung bewertet diese v.a. daraufhin, ob sie mit den Zielen der Regionalplanung und des Landesentwicklungsprogramms im Einklang sind. Dabei werden alle jene beteiligt, die vom geplanten Projekt betroffen sind - das sind die so genannten "Träger öffentlicher Belange" wie Kommunen, Fachbehörden und Verbände aber auch die Öffentlichkeit. Sie alle können Einwendung erheben, die die Regierung dann inhaltlich prüfen und in der Entscheidung berücksichtigen muss. 
 

Wie und wo kann man die Unterlagen einsehen?

Die Unterlagen des ROV liegen in allen betroffenen Gemeinden aus, so dass die Bürger*innen sich selbst ein Bild machen können. In Allersberg kann man in der Zeit vom 19.5. bis zum 27.6. zu den üblichen Öffnungszeiten Einsicht nehmen. In digitaler Form sind die Unterlagen auf der Website der Regierung von Mittelfranken abrufbar: 

Unterlagen zum Raumordnungsverfahren ICE-Werk (2000 Seiten!) 
 

Wie kann ich Einwände erheben?

Das ist einfacher als man denkt: Wenn ihr euch gegen einen oder alle drei Standorten aussprechen möchtet, dann könnt ihr die Einwendung entweder an die Gemeinde Allersberg richten, die diese gesammelt an die Regierung von Mittelfranken weiterleitet. Oder ihr sendet sie direkt (per Post oder E-Mail) an  die Regierung von Mittelfranken, Promenade 27, 91522 Ansbach. Die E-Mail-Adresse lautet: raumordnungsverfahren(at)reg-mfr.bayern.de . Eure Stellungnahme muss bis zum 30.6.2022 eingegangen sein. 
 

Was schreibe ich in die Stellungnahme? 

Wenn ihr nicht wisst, was ihr schreiben sollt, könnt ihr einfach eine Sammeleinwendung ausdrucken (zum Beispiel von der BI Harrlach oder vom Bund Naturschutz (PDF), diese unterschreiben (und eure Familie und Freunde am besten gleich mit unterschreiben lassen) und sie dann zurücksenden an die jeweilige Organisation. Die Adressen stehen auf den Einwendungen.
 

Was kommt am Ende beim ROV heraus?

Wenn alle Unterlagen und Einwendungen geprüft wurden, legt die Regierung von Mittelfranken fest, welche/r Standort/e raumverträglich, raumverträglich mit Auflagen oder nicht-raumverträglich sind. Es wird dabei keine Rangfolge erstellt. Die Bahn kann unter allen raumverträglichen Standorten frei wählen. Dann kommt der nächste Schritt: Das Eisenbahnbundesamt leitet ein Planfeststellungsverfahren ein, an dessen Ende mit dem Planfeststellungsbeschluss eine Genehmigung (mit oder ohne Auflagen) steht.
 


Weitere Informationen:
 

Alle Unterlagen zum Raumordnungsverfahren ICE-Werk Nürnberg - Website der Regierung von Mittelfranken

Zeitungsbericht Hilpoltsteiner Kurier: Raumordnungsverfahren für geplantes ICE-Instandhaltungswerk hat begonnen 

Infoveranstaltung der Deutschen Bahn zum Raumordnungsverfahren vom 10.5.2022 (Video) - Website der DB

Reichswaldinitiativen gründen Bündnis „Rettet den Reichswald“ - Website Bund Naturschutz 

Infos zum Raumordnungsverfahren ICE-Werk - Website der DB

Infos zum Raumordnungsverfahren im Allgemeinen - Website der Regierung von Mittelfranken

 

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Wed, 18 May 2022 17:52:25 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/logistikgebiet-behoerden-aeussern-massive-kritik-an-den-plaenen/ Logistikgebiet: Behörden äußern massive Kritik an den Plänen http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/logistikgebiet-behoerden-aeussern-massive-kritik-an-den-plaenen/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/logistikgebiet-behoerden-aeussern-massive-kritik-an-den-plaenen/ Wie will Allersberg das enorme Verkehrsaufkommen durch das geplante Logistikgebiet bewältigen?...
Wie will Allersberg das enorme Verkehrsaufkommen durch das geplante Logistikgebiet bewältigen?

Diese Frage dominerte die Gemeinderatsitzung am 25.4.2022 und auch den Bericht in der Hilpoltsteiner Zeitung.

Kein Wunder: Schließlich ist durch West 1 und 2 ein Mehr an LKW-Verkehr von 900% zu erwarten. Dem sind die Straßen aktuell nicht gewachsen. In der Sitzung wurden nun zahlreiche Ausbaumaßnahmen vorgestellt, u.a. zwei zusätzliche Kreisverkehre, der Ausbau des bestehenden Kreisverkehrs, zwei Bypässe für die Autobahnauffahrt und der Ausbau der Kreisstraße, um das Problem zu lösen.

Neben dem Verkehr gab es aber noch eine Reihe weiterer Kritikpunkte, die die „Träger öffentlicher Belange“ in ihren Stellungnahmen vorgebracht hatten und die es abzuwägen galt. Hier eine kleine Auswahl:

  • Laut Infra Fürth schafft die Planung ein mittel- und langfristiges Gefährdungspotential für die Hauptwasserversorgung einer gesamten Region, da West I im direkten Zustrom des Wasserschutzgebietes liegt. Und dieses hat eine "ungeheuer wichtige Bedeutung für das Grundwohl von 130.000 Menschen".
  • Die Regierung von Mittelfranken lehnt die Planung nach wie vor ab, weil weder der Bedarf ausreichend nachgewiesen ist noch begründet wird, warum beide Planungen (West I und II) parallel verwirklicht werden.
  • Die Stadt Roth befürchtet, dass nicht nur Verkehr, sondern auch die Hochwassergefahr im Stadtgebiet steigen könnte.
  • Und das Landratsamt Roth nennt gleich 40 Gründe, weshalb man dem Bebauungsplanentwurf nicht zustimmen kann. Es spricht u.a. von unambitionierter und unzeitgemäßer Planung, kritisiert neben der Verkehrsproblematik die massiv geplanten Bodenversiegelungen und die "erheblichen und nachhaltigen Beeinträchtigungen für Landschaftsbild und Naturhaushalt."

Jenen Bürger*innen, die sich wundern, warum es nicht vorwärts geht mit der gewerblichen Entwicklung in Allersberg, sei ein Blick in diese Stellungnahmen empfohlen (demnächst auf allersberg.de). Es sind 80 Seiten, die klar machen dürften, dass die Idee, 30 ha am Wasserschutzgebiet auf einen Schlag zuzubetonieren und dabei noch verkehrsintensive Logistiker wie Amazon anzusiedeln, von wichtigen Behörden nicht gerade positiv gesehen wird. Zu massiv sind die Auswirkungen.

Daher musste die Gemeinde die Pläne bereits zwei Mal nachbessern und geht nun in die nächste Runde: Der geänderte Bebauungsplan und der Vorschlag für die Lösung des Verkehrsproblems werden erneut ausgelegt. Wir werden sehen, ob sie diesmal überzeugen.

Welche Kosten durch den Straßenausbau auf Allersberg zukommen (das Landratsamt und die Autobahn GmbH schließen eine Kostenbeteiligung aus) ist noch ein ganz anderes Thema....

 

Weitere Informationen:

Stellungnahmen aus der vorherigen Runde des Bauleitplanverfahrens und aktuelle Planunterlagen:

https://www.allersberg.de/beteiligungsverfahren/west1/

Artikel der Hilpoltsteiner Zeitung / RHV vom 27.4.:

https://www.nn.de/.../amazon-ansiedlung-so-will...

 

 

 

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Fri, 29 Apr 2022 00:11:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/stellungnahme-zum-kriterienkatalog-fuer-pv-freiflaechenanlagen/ Stellungnahme zum Kriterienkatalog für PV-Freiflächenanlagen http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/stellungnahme-zum-kriterienkatalog-fuer-pv-freiflaechenanlagen/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/stellungnahme-zum-kriterienkatalog-fuer-pv-freiflaechenanlagen/ Wir begrüßen es, dass das Thema endlich auch in Allersberg auf der Agenda steht. Denn wir müssen... Am 14.3.2022 wird der Marktgemeinderat über einen Kriterienkatalog für PV-Freiflächenanlagen beraten. Wir Grüne begrüßen es sehr, dass das Thema endlich auch in Allersberg auf der Agenda steht. Denn bisher gibt es in der Gemeinde keine einzige Anlage. Dabei ist es dringend nötig, die erneuerbaren Energien so schnell wie möglich auszubauen - einerseits um die Folgen der Klimakrise noch auf ein für den Menschen erträgliches Maß begrenzen zu können, andererseits um uns unabhängig zu machen von Öl-, Gas- und Kohle-Importen aus Ländern wie Russland. 

Gerne bringen wir daher unsere Positionen ein:

 

Ja zu Solaranlagen UND Windkraft

Dachflächen, bereits versiegelte Flächen, Konversionsflächen und Lärmschutzwälle sind vor­rangig für PV-Anlagen zu nutzen. Vor allem die Potenziale auf gemein­de­eigenen Ge­bäu­den und Flächen (Schulen, Kitas, Parkplätze) sind noch nicht ausgeschöpft. Gleich­zeitig sind Maßnahmen nötig, die gewerbliche und private Immobilien­besitzern bzw. Bauherren zur Installation von PV-Anlagen motivieren/verpflichten.

Aber: Durch PV auf Dächern allein wird der Umstieg auf 100% erneuerbare Ener­gien nicht bis 2040 bzw. 2030 (BVerfG) gelingen. Deshalb sind auch PV-Freiflächen­anlagen und Wind­kraft dringend nötig. Allersberg muss in beiden Bereichen seinen Bei­trag leisten.

Flächenkontingent und Anlagengröße

Angesichts begrenzter Flächen sollte ein Kontingent definiert werden, das für Anlagen zur Energieerzeugung in der Gemeinde zur Verfügung steht. Wir schlagen hier rund 1-2 % der landwirt­schaftlichen Nutzfläche (LNF) vor. Das sind rund 20-40 Hektar (aktuell 2.200 Hektar LNF in Allersberg). Zum Vergleich: Die Gemeinde Abenberg stellt bei 2.100 ha LNF 20 ha (1%) für die Energiegewinnung bereit, Hilpoltstein bei 4.400 ha LNF 80 ha (2%).  

Auch Vorgaben zur Anlagengröße sind sinnvoll, um viele verstreute Einzel­anla­gen ebenso zu vermeiden wie überdimensionierten Anlagen (zum Beispiel: mind. 2 ha, max. 8 ha).

Vorrang für Windkraft auf geeigneten Flächen

Eine Windkraftanlage erzeugt auf einer Fläche von rund 0,5 ha etwa die gleiche Strom­menge wie eine PV-Freiflächenanlage auf 10 ha. Daher sollten Flächen, die für Wind­kraft geeignet sind, auch vorrangig für Windkraft und nicht für PV genutzt werden. Das bringt bei minimalem Flächenverbrauch ein Maximum an Energieertrag. Und es gibt kaum Flächen­konkurrenz, da unter Windanlagen weiter Landwirtschaft stattfinden kann.

Das Errichten von Windkraft und PV-Anlagen in unmittelbarer Nähe zueinander ist auf­grund der Synergieeffekte (Netzinfrastruktur) ebenfalls zu bevorzugen.

Erhalt landwirtschaftlicher Flächen durch Agri-PV

Um wichtige Flächen für die Nahrungsmittelpro­duk­tion zu erhalten, sind Agri-PV-Anlagen gegenüber klassischen PV-Anlagen zu bevor­zu­gen. Damit lassen sich Ackerflächen gleich­zeitig zur Stromerzeugung und zum Anbau von Pflanzen nutzen. Energieerträge sind bei Agri-PV zwar geringer, die Landwirte erzielen aber zusätzliche Erträge aus der Landwirt­schaft, die – je nach Bepflanzung – sogar steigen kön­nen: Pflanzen, die mit den immer heißeren Sommern nicht gut zurechtkommen, profi­tieren von der Beschattung. Auch vor Ernteschäden durch Hagel und Starkregen können die PV-Module schützen.

Bei „normalen“ PV-Anlagen ist die Errichtung auf Böden geringerer Qualität zu bevorzugen.

Benachteiligte Gebiete an der Autobahn

Für Freiflächenanlagen sollten vorrangig die Streifen entlang der A9 und der ICE-Trasse genutzt werden (so genanntes „benachteiligtes Gebiet“ mit EEG-Vergütungsanspruch).

Abstand zur Wohnbebauung / Sichtbarkeit

Freiflächenanlagen sind abseits von Wohnbebauungen zu planen. Eine Mindestentfernung festzulegen, halten wir aber nicht für sinnvoll. Denn anders als bei Wind­kraft ist nicht die Entfernung ausschlaggebend, ob die Wohnqualität beeinträchtigt wird. Entscheidend ist vielmehr, dass die Anlage von den Wohngebäu­den aus nicht sicht­bar ist. Dies muss vorab durch Sichtbarkeitsanalysen und Blendgutachten dargelegt werden.

Verbesserungen im Natur- und Artenschutz

Sofern es sich nicht um Agri-PV handelt, müssen die Flächen unter den Solar­modu­len dem Artenschutz dienen. Der Projektentwickler muss für die Betriebszeit ein Pflege- und Bewirt­­schaf­tungs­konzept vorlegen (im Vorfeld der Bauleitplanung), das verbindlich umzu­setzen ist. Wichtig sind dabei u. a. Mahdmethoden und -zeitpunkte, die Einsaat heimischer Pflan­zen, die Schaf­fung von Strukturvielfalt auf den Flächen, der Verzicht auf Pestizide, synthe­tische Rei­ni­gungsmittel und wassergefährdende Stoffe sowie andere Vorgaben, die in einem Anhang zum Kriterienkatalog festgehalten werden sollten (Orientierung: Positions­papier des BN).

Regionale Wertschöpfung und „echte“ Bürgermodelle

Von PV- und Windkraft-Projekten sollen nicht nur einzelne Personen, sondern alle Bürger:innen und auch die Gemeinde profitieren können:

  • Die Betreibergesellschaft muss ihren Sitz in Allersberg haben – die Gewer­be­steuer ist vollumfänglich in der Marktgemeinde zu entrichten.
  • Die Anlagen sollen als „echte“ Bürgerenergieprojekte umgesetzt werden. Das heißt, Allersberger Bürger:innen können sich finanziell an der Anlage beteiligen (über die gesamte Laufzeit), sie haben ein Mitspracherecht und können den erzeugten Strom auch direkt vor Ort verbrauchen. Das steigert die Akzeptanz deutlich.

Beide Punkte verstehen wir als Ausschlusskriterien.

Ausgeschlossene Flächen

Nicht geeignet für PV-Freiflächenanlagen und Windkraftanlagen sind europäische Vogel­schutzgebiete und FFH-Gebiete, hochwassergefährdete Gebiete, wassersensible Bereiche und Wasserschutzgebiete, Biotope, geschützte Lebens­stätten (Art. 13e BayNatSchG) und schutzwürdige Landschaftsbereiche (insbesondere Talauen).

 

Abschließend einige Anmerkungen zum möglichen „Verlust“ von Ackerfläche:

Bei der Diskussion um Freiflächenanlagen wird häufig das Argument vorgebracht, dass Ackerfläche verloren geht, die nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung steht. Das klingt im ersten Moment plausibel, stimmt aber bei genauerem Hinsehen nicht:

Viel Ackerland wird heute für den Anbau von Mais, Raps und anderen Pflanzen verwendet, aus denen über Biogasanlagen Energie gewonnen wird. Um eine Gigawattstunde Strom zu erzeugen, ist dabei eine Anbaufläche von rund 50 bis 100 Hektar nötig. PV-Anlagen benöti­gen für die gleiche Menge Strom nur 2 bis 4 Hektar Fläche, sind also viel flächeneffi­zienter. Zudem sind kein Düngereinsatz und keine energeintensiven Transporte nötig.

Ein weiterer Aspekt: Bei PV-Freiflächen können die Böden weiter genutzt werden – für die Artenvielfalt oder bei Agri-PV für die Landwirtschaft. Nach dem Rückbau sind sie sogar wieder frei verfügbar. Wird Ackerfläche für Wohnsiedlungen, Gewerbegebiete oder Straßen verbraucht, ist der Flächenverlust dauerhaft.

 

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Sat, 12 Mar 2022 21:43:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/wie-steht-es-um-unsere-ausgleichsflaechen/ Wie steht es um unsere Ausgleichsflächen? http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/wie-steht-es-um-unsere-ausgleichsflaechen/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/wie-steht-es-um-unsere-ausgleichsflaechen/ Ausgleichsflächen dienen dazu, wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten. Allerdings... Anfrage der Grünen-Fraktion an die Verwaltung

Wenn durch Baumaßnahmen an einer Stelle Natur verloren geht, muss dies an anderer Stelle ausgeglichen werden. Das ist in Bayern gesetzlich vorgeschrieben. Ausgleichs- und Ersatzflächen dienen so dazu, wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten und so den Verlust der Artenvielfalt aufzuhalten. Allerdings werden Kompen­sationsmaßnahmen oft nur unzureichend oder gar nicht umgesetzt, wie u.a. Studien des LBV zeigen. Demnach sind nur rund 25 % der Flächen in dem Zustand, in dem sie laut der Fest­legungen in den Planunterlagen sein müssen. Etwa die Hälfte der Ausgleichsflächen weist Mängel auf, und wiederum 25 % werden überhaupt nicht umgesetzt.

Unsere Fraktion im Marktgemeinderat möchte gerne wissen, wie die Situation in Allersberg ist und hat eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Ziel ist es, einen Überblick über die Ausgleichsflächen und Kompensationsmaßnahmen in der Gemeinde (sowohl nach BNatSchG als auch nach BauGB) zu bekommen. Ggfs. ergeben sich dadurch auch Hinweise auf notwendige Verbesserungen bei Umsetzung und Kontrolle von Ausgleichs­maß­nahmen. Die Darstellung im Ökoflächenkataster reicht für diesen Zweck leider nicht aus, unter anderem weil dort nicht alle Maßnah­men gemeldet werden und der ökologische Zustand der Fläche nicht erkennbar ist.

Zu unserer Anfrage

 

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Mon, 31 Jan 2022 18:04:42 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/ortstermin-mit-mdl-sabine-weigand-zum-thema-marktplatzgestaltung/ Ortstermin mit MdL Sabine Weigand zum Thema Marktplatzgestaltung http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/ortstermin-mit-mdl-sabine-weigand-zum-thema-marktplatzgestaltung/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/ortstermin-mit-mdl-sabine-weigand-zum-thema-marktplatzgestaltung/ Wie erhalten wir unsere innerstädtischen Plätze lebendig und lebenswert unter Berücksichtigung von...
Wie erhalten wir unsere innerstädtischen Plätze lebendig und lebenswert unter Berücksichtigung von Denkmalschutz und Klimawandel?

 

Anfang Dezember besuchte uns die Landtagsabgeordnete Dr. Sabine Weigand in Allersberg. Gemeinsam besichtigten wir den Marktplatz und diskutierten die Möglichkeiten, wie man diesen einerseits besser für den Klimawandel rüsten und mit mehr Grünflächen und Bäumen für Kühlung sorgen kann und dabei aber gleichzeitig sicherstellt, dass das denkmalgeschützte Ensemble nicht verändert wird.

Sabine Weigand verfolgt das Thema Marktplatzgestaltung aktuell als Schwerpunkt ihrer denkmalpolitischen Arbeit und hat dazu bereits verschiedene Orte in Bayern besucht. Ihrer Einladung zum Ortstermin in Allersberg waren auch Martin Danninger von der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt sowie die Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß gefolgt. Ebenfalls mit dabei waren Hartmut Lehmann als Vorstandsmitglied des Allersberger Kultur- und Verschönerungsvereins sowie Dieter Chrocziel als Vertreter des Vereins zur Sanierung und Förderung des Gilardi-Anwesens: Beide konnten aus ihren Vereinen jeweils wertvolle Hintergründe zur Situation in Allersberg beitragen.

Sabine Weigand sah die größten Probleme im Verkehrslärm, den zahlreichen Parkplätzen und der fehlenden Beschattung, die den Wohlfühlfaktor am Marktplatz massiv einschränken. Das historische Ambiente zwischen Stadttor und Rathaus käme dadurch nicht zur Geltung. Martin Danninger betonte, dass Bäume, Grünflächen oder Wasser als Gestaltungselemente auch in historischen Zentren zulässig sind, wobei aber immer der Einzelfall zu betrachten sei.

Unser Ortsvorstand wies darauf hin, dass eine Verkehrsberuhigung für den Marktplatz schon seit vielen Jahren diskutiert wird - zuletzt im November 2020 in einer Bürgerversammlung sowie im Sommer 2021 bei der Vorstellung des Radverkehrskonzepts für Allersberg. Passiert sei bisher jedoch wenig. 

Sabine Weigand und die beiden Denkmalschutzexperten Danninger und Schultheiß empfahlen schließlich, für Allersberg ein Kommunales Denkmalkonzept ins Auge zu fassen. Bei dem Angebot des Landesamts für Denkmalpflege analysieren Fachfirmen, welche Strukturen wichtig für die Identität eines Ortes sind und wie eine mögliche Neugestaltung aussehen könnte. Wert gelegt wird dabei vor allem auch auf die Einbindung der Bevölkerung.

Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihren Besuch und die viele Anregungen! Ein besonderer Dank geht noch an den KVV für die abschließende Führung durch den Torturm!

 

An den Themen Marktplatzgestaltung und Verkehrsberuhigung wird unsere Fraktion dranbleiben und sich im Gemeinderat dafür einsetzen, den Ortskern attraktiver, lebendiger und grüner zu gestalten. Eine "Begegnunszone" bzw. ein "Shared Space", in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und sich alle - vom Kleinkind bis zur Senior:in - gerne treffen, das ist unsere Vision.

Ihr habt Ideen und Anregungen dazu? Dann nehmt gerne Kontakt mit unseren Fraktionsmitgliedern auf. 

 

Weitere Informationen:

Website Dr. Sabine Weigand, Sprecherin für Denkmalschutz der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag

Kommunales Denkmalkonzept - Ausführliche Beschreibung von Aufbau, Inhalt und Methodik (PDF - Landesamt für Denkmalpflege) 

 

 

 

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Wed, 08 Dec 2021 12:07:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/doppelhaushalt-im-marktgemeinderat-verabschiedet/ Doppelhaushalt im Marktgemeinderat verabschiedet http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/doppelhaushalt-im-marktgemeinderat-verabschiedet/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/doppelhaushalt-im-marktgemeinderat-verabschiedet/ Der Haushalt für die nächsten zwei Jahre enthält eine ganze Reihe wichtiger Investitionen in...
Der Haushalt für die nächsten zwei Jahre ist verabschiedet. Er enthält eine ganze Reihe wichtiger Investitionen in Kindergärten, Freibad, Gilardi-Anwesen, Radwege und vieles mehr. Unsere Fraktion unterstützt viele dieser Investitionen, hat aber in der Sitzung des Marktgemeinderats vom 22. November 2021 dennoch gegen den Haushalt gestimmt. Warum, das wollen wir kurz erklären.

Größter Kritikpunkt ist der "Doppelhaushalt": Es ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll, sich zwei Jahre im Voraus festzulegen, da sich in diesem Zeitraum vieles ändern kann – schließlich befinden wir uns noch mitten in der Pandemie und auch Gesetzesänderungen werden auf uns zukommen. Dass es schonmal einen Doppelhaushalt für Allersberg gab, hatte einen Grund: 2020 war man sehr spät dran mit dem Haushalt für 2020 und hat somit sinnvollerweise 2021 gleich mitgeplant. Klar ist, dass ein Doppelhaushalt die Sache für die Verwaltung einfacher macht: Sie spart sich die Haushaltsdebatte im Jahr 2022. Ob das aber so demokratieförderlich ist? Und warum man auf die Debatte wohl gerade Ende 2022 verzichten will - wenige Monate vor der Bürgermeisterwahl??

Der Doppelhaushalt 2022/2023 ist aus unserer Sicht außerdem nicht seriös geplant, da bestimmte Projekte gar nicht in diesem Zeitraum umgesetzt werden können. Auch die veranschlagten Gewerbesteuereinnahmen für 2023 in Höhe von über 5 Mio. Euro halten wir für zu hoch gegriffen - selbst wenn der Bürgermeister sie als "Einmaleffekt" bezeichnet.

Thema Verschuldung: Noch beim letzten Doppelhaushalt wurde von einer Hausnotlage für 2021 gesprochen. Tatsächlich sind aber in 2021 "wider Erwarten" Rücklagen in Höhe von 7,5 Mio. Euro entstanden, die nun dem Haushalt 2022 zugeführt werden können. Das zeigt uns, dass bei der Haushaltsaufstellung teilweise mit Luftnummern agiert wird.

Was die geplanten Projekte betrifft, so beurteilen wir vieles positiv - von der Sanierung des Freibads und des Gilardi-Anwesens, über die Erweiterung der Kindergärten bis hin zu den Radwegen, wo es endlich vorwärts geht. Auch dass ein Gewässerentwicklungskonzept in Angriff genommen wird, freut uns. Schließlich hatten wir mehrfach in den letzten Monaten darauf hingewiesen, dass unsere Gräben und Bäche in einem schlechten Zustand sind und den immer häufigeren Starkregenereignissen nicht gewachsen sind.

Was uns aber fehlt: Die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind zu wenig berücksichtigt. 

Ein Haushaltsplan ist ein Statement, das zeigt, wo die politischen Prioritäten liegen. In Allersberg liegen sie nicht da, wo wir Grüne sie sehen würden: 

  • Unsere Gemeinde wächst, die Zahl der Kinder auch. Das führt dazu, dass ab etwa 2024 die Grundschule viergleisig sein wird - also vier Klassen mehr untergebracht werden müssen (dabei sind die neuen Wohngebiete noch nicht einmal berücksichtigt). Hinzu kommt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der weitere Räume nötig macht. Erst 2024 mit der Schulerweiterung zu starten, ist in unseren Augen viel zu spät.
  • Investitionen in die Verkehrswende (Ausbau ÖPNV, Bürgerbusse etc) fehlen komplett. Dabei brauchen wir dringend sinnvolle Alternativen zum Auto, damit auch ältere Menschen und Jugendliche leicht von A nach B kommen können.
  • Die zentrale Frage unserer Zeit wird erst gar nicht gestellt: Wie können wir den Klimawandel eindämmen, um unseren Kindern eine gute Zukunft zu sichern? Wir haben zwar mittlerweile eine PV-Anlage auf dem Bauhof. Aber wo sind die E-Fahrzeuge, die dort laden? Was ist mit anderen gemeindlichen Dächern? Und Hausbesitzer bei energetischen Sanierungen zu unterstützen (unser Antrag vom Mai), kommt auch nicht in Frage, dabei liegt hier enormes Potenzial, um CO2 einzusparen. Investitionen in derartige Klimaschutzmaßnahmen sieht der Haushaltsplan nicht vor.
  • Für den Stellenplan hatten wir einen Klimaschutzmanager vorgeschlagen, einen Mitarbeiter, der das Bauamt bei den wachsenden Klimaschutz-Aufgaben entlasten kann und uns kaum was kosten würde: Die Stelle würde über 2 Jahre mit 90 Prozent gefördert. Aber: Einen solchen „Umweltfritzen“ brauchen wir nicht, hieß es von Seiten der FW.
  • Wenn schon kein Klimaschutz, dann wenigstens Klimafolgenanpassung? Um unsere Gemeinde fit zu machen für Hitze, Dürre und Starkregenereignisse? Auch hier sieht man keinen Bedarf. Die Temperaturen haben sich bei uns doch „kaum verändert“, hieß es, als man unseren Antrag auf ein Klimafolgenanpassungskonzept im Oktober 2021 ablehnte. Also auch dafür keine Gelder (die übrigens ebenfalls über Förderungen zurückkämen). Für konkrete Anpassungsmaßnahmen sowieso nicht. 

Die Liste ließe sich noch erweitern. Doch schon die Auswahl dürfte klar machen, dass wir mit dem Haushalt nicht die Weichen stellen für den Schulausbau, die Verkehrswende, die Bekämpfung des Klimawandels. Und das bei einem Rekordhaushalt von mehr als 36 Mio. Euro.

 

Artikel in der Hilpoltsteiner Zeitung vom 23.11.2021:
Millionen-Überschuss macht Weg frei für weitere Großprojekte - Beträchtliche Rücklage für anstehende Großprojekte - Doppelhaushalt verabschiedet (donaukurier.de)

 

 

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Thu, 25 Nov 2021 17:06:36 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kita-weidenkoerbchen-antrag-auf-nachhaltige-bauweise/ Kita Weidenkörbchen: Antrag auf nachhaltige Bauweise http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kita-weidenkoerbchen-antrag-auf-nachhaltige-bauweise/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kita-weidenkoerbchen-antrag-auf-nachhaltige-bauweise/ Ein Anbau soll Platz für zwei Kindergartengruppen schaffen. Unsere Fraktion hat beantragt, diesen... Gemeinsam mit der SPD-Fraktion haben wir beantragt, dass der geplante Erweiterungsbau für die Kinderkrippe Weidenkörbchen in Massivholzbauweise im Passivhausstandard errichtet wird. Die Ausführung des Baukörpers soll analog zum ersten, bereits realisierten Bauabschnitt erfolgen. Dies nicht nur, damit beide Gebäudeteile optisch eine harmonisches Ganzes bilden, sondern auch weil die Bauweise zahlreiche Vorteile hat:

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und hat eine hervorragende Ökobilanz. Holz sorgt für eine behagliche Atmosphäre und ein gesundes Raumklima. In der Regel ist bei Massivholzbauweise die Bauzeit kürzer. Zudem kann der Passivhausstandard leicht erreicht werden, wodurch enorme Energieeinsparungen möglich sind. Trotz höherer Investitionskosten ist der Passivhausstandard meist die wirtschaftlichste Variante. Die Holzbauweise wurde deshalb aus gutem Grund für Bauabschnitt 1 beschlossen. Für Bauabschnitt 2 nun eine andere Bauweise zu wählen, erscheint mit Blick auf Nachhaltigkeit, Kosten, Raumklima etc. wenig sinnvoll.

Doch genau das hat die Verwaltung vor: In der Sitzung des Bauausschuss vom 27.10.2021 legte sie eine Planung vor, die mit dem bestehenden Gebäude nicht viel zu tun hat. Andere Dachform, andere Fassade, andere Bauweise. 

Zu unserem Antrag:
https://gruenlink.de/2cgw

Zu den Plänen von 2012:
https://www.donaukurier.de/.../Allersberg-Weitere-Krippe...

 

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Tue, 23 Nov 2021 20:13:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/supermarkt-am-ortsrand-geld-vor-natur/ Supermarkt am Ortsrand: Geld vor Natur? http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/supermarkt-am-ortsrand-geld-vor-natur/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/supermarkt-am-ortsrand-geld-vor-natur/ Das Projekt verändert stark das Ortsbild, konterkariert den Hochwasserschutz und widerspricht dem...
Die Allersberger Grünen sind der Ansicht, dass ein Café des Schmidt Bäckers ein Gewinn für Allersberg wäre. Kritisch sehen wir aber die Pläne, wonach das Café zusammen mit einem Supermarkt direkt am Ortseingang entstehen sollen. Warum? Hier in Kürze die wichtigsten Gründe:

  • Wegen der negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild
  • Weil es existierende Betriebe gefährdet - zum Beispiel unseren Edeka-Markt und die Cafés am Marktplatz, die Kunden verlieren werden.
  • Weil es dem Ziel widerspricht, unseren Ortskern zu stärken und zu beleben. Besucher werden künftig gleich am Ortsrand abgefangen.
  • Weil es bisherigen Beschlüssen widerspricht, den westlichen Ortsrand von Bebauung freizuhalten. 2010 wurde ein Städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen, dass Versorgungsbetriebe - sogar jegliche Bebauung - westlich der Baumschule ausschließt.
  • Weil es kein fairer Umgang mit einem seit 60 Jahren in Allersberg ansässigen Unternehmers ist, der sich Zeit seines Lebens für die Gemeinde eingesetzt hat. Er verliert einen Teil seiner Existenzgrundlage ohne ein Angebot für geeignete Ersatzpachtflächen, die Rodung kostet ihn ein Vermögen.
  • Weil es in Zeiten der Klimakrise - und gerade nach diesem krassen Sommer - unverantwortlich ist, eine Überschwemmungsfläche zuzubetonieren und damit das Überflutungsrisiko an der kleinen Roth flußaufwärts zu erhöhen.
  • Weil der biotopähnliche Weiher wichtiger Lebensraum für Tiere ist - u.a. Jagdrevier des geschützten Eisvogel.

 

Die Hilpoltsteiner Zeitung hat sich am 13. November 2021 detailliert mit den offenen Fragen und Einwänden zu diesen Planungen befasst (lesenswert!):

Supermarkt-Bau in Allersberg: Geld vor Natur? - Roth, Hilpoltstein, Allersberg | Nordbayern


Weitere Informationen:

Stellungnahme nach dem Aufstellungsbeschluss im April 

 

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Sun, 14 Nov 2021 00:20:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ Allersberger Grüne mit neuem Vorstandsteam http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ Jahreshauptversammlung mit Christian Zwanziger und Felix Erbe als Ehrengästen – Rückblick auf... Im September fand die erste Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Allersberg statt - mit dem Landtagsabgeordneten Christian Zwanziger und dem Bundestagskandidaten Felix Erbe als Ehrengästen. Trotz Corona konnten die Ortssprecher auf eine Vielzahl erfolgreicher Aktionen zurückblicken. Die Mitgliederzahlen haben sich seit 2019 verdreifacht.

Beim Ortsverband Allersberg von Bündnis 90 / Die Grünen gibt es frischen Wind im Vorstand. Das bewährte Sprecher-Duo aus Georg Decker und Tanja Josche wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig wiedergewählt, ebenso Gisela Decker als Beisitzerin. Neu dabei im vierköpfigen Vorstand ist Roland Herzog: Der 62-jährige Ex-Unternehmer ist bereits seit der Gründung der Ortsgruppe im Mai 2019 aktives Mitglied. Er wird das Vorstandsteam künftig als Schriftführer unterstützen. Diese Position hatte bisher Wilma Kinzler inne, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte.

Erfolgreiche Aktionen trotz Corona

Im Jahresbericht blickte Tanja Josche, Sprecherin des Ortsverbands, gleich auf zwei Jahre zurück, da pandemiebedingt 2020 keine Versammlung stattgefunden hatte. Sie zog eine durchweg positive Bilanz: „Die Zahl unserer Mitglieder hat sich verdreifacht, wir konnten bei der Kommunalwahl ein respektables Ergebnis erreichen, und wir haben trotz Corona viele gute Aktionen auf die Beine gestellt. Darauf können wird stolz sein,“ sagte sie und dankte den Parteimitgliedern und Unterstützer:innen für ihr Engagement. „Ihr habt Ideen eingebracht, eure Freizeit geopfert, tatkräftig mit angepackt und uns auch finanziell unterstützt. Ohne euch hätten wir das nicht geschafft.“

Tanja Josche zählte einige Highlights auf, unter anderem die Restaurierung des Barfußpfads am Naturerlebnisweg „An der kleinen Roth“, die Filmvorführung zur Energiewende mit dem Berliner Regisseur Frank Farenski, die Denkmalschutztour der Landtagsabgeordneten Sabine Weigand im Gilardi-Anwesen, die Müllsammelaktion mit dem Eine-Welt-Laden, Baumpflanzungen, die Initiative für mehr Fahrradfreundlichkeit in Allersberg, sowie zwei Spendenaktionen, bei denen Geflüchtete auf den griechischen Inseln mit Winterkleidung versorgt und die Allersberger Schulen und der Hort mit CO2-Messgeräten ausgestattet wurden (mehr im Jahresrückblick 2020). Josche verwies auch auf die Arbeit der Fraktion, die viele Themen setzen konnte, auch wenn die Anträge nicht immer erfolgreich waren.

Unterstützung der neuen Bürgerinitiative in Allersberg

Zur Sprache kamen auf der Jahreshauptversammlung auch die geplanten Gewerbegebiete bei Altenfelden. Der Ortsverband beschloss einstimmig, die Bürgerinitiative „Ja zu einer Gewerbeentwicklung ohne Amazon“ zu unterstützen. Sprecher Georg Decker erklärte, das Ziel bestehe darin, kein Logistik-, Sortier- oder Verteilzentrum, z.B. für den umstrittenen Online-Händlers Amazon auf West 1 anzusiedeln, sondern Unternehmen verschiedener Branchen, die vielfältigere Arbeitsplätze, höhere Gewerbesteuereinnahmen und weniger Verkehr versprechen. Die Gemeinde sei keineswegs gezwungen, West 1 als Sondergebiet Logistik zu entwickeln, wie häufig behauptet wird. Tanja Josche ergänzte, dass es für den Frieden im Ort wichtig sein, bei einer so weitreichenden Entscheidung die Bevölkerung zu befragen. Viele Bürger:innen seien von der aktuellen Entwicklung enttäuscht, da sich vor den Bürgerentscheiden im Mai 2020 beide Bürgerinitiativen noch gegen Amazon positioniert hatten.

Diskussion zum Flächenverbrauch mit Felix Erbe und Christian Zwanziger

Anschließend diskutierten die Grünen über Alternativen zum ausufernden Flächenverbrauch. Der Landtagsabgeordnete Christian Zwanziger rechnete vor, dass wir Bayern alle vier bis fünf Tage eine Fläche in der Größe des Rothsees verlieren. Jedes Jahr verschwindet in der Metropolregion Nürnberg landwirtschaftliche Fläche in der Größe einer durchschnittlichen Gemeinde. „Wir müssen die wertvolle Ressource Boden besser schützen. Eine unverbindliche Richtgröße von 5 ha ist nicht ausreichend,“ so Zwanziger. Er ging auf den Wettbewerb unter den Kommunen ein, berichtete vom Antrag der Grünen auf Vorrangflächen für die Landwirtschaft, Ansätzen zur Förderung der Innenentwicklung und kritisierte die Blockade-Politik von CSU und FW in Bayern.

In der Diskussion mit Felix Erbe kamen weitere Themen zur Sprache, die im Land und im Bund dringend angepackt werden müssen, von Bildung, über Digitalisierung, Ausbau der Erneuerbaren, dem Umgang mit rechtsradikalen Strömungen und Querdenkern bis hin zum Katastrophenschutz. Erbe berichtete auch eindrücklich von seinem THW-Einsatz in den Katastrophengebieten im Ahrtal und machte deutlich, welche Lehren wir auch in den Kommunen daraus ziehen müssen, um uns für die Zukunft besser zu rüsten.

 

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Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
Tel.: 09176 / 835
Mail: info(at)gruene-allersberg.de

 

Fotos in druckfähiger Qualität:

Fotos zur Jahreshauptversammlung 2021 mit Neuwahlen (gruene-roth.de)

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Sun, 03 Oct 2021 12:24:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ Klimafolgenanpassung: Allersberg besser für Extremwetter rüsten http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ Die Allersberger Grünen haben gemeinsam mit der SPD die Erstellung eines Konzepts zur... Die Allersberger Grünen haben gemeinsam mit der SPD die Erstellung eines Konzepts zur Klimafolgenanpassung beantragt. Ziel ist es, die Gemeinde für die Zukunft zu rüsten, um Schäden durch Starkregenereignisse, Hitze oder Trockenheit zu minimieren.
 

Eine Klimaprognose des bayerischen Umweltministeriums zeigte kürzlich: Von den verschiedenen Regionen Bayerns hat Franken besonders stark unter dem Klimawandel zu leiden. Die Häufigkeit und Dauer von Hitze- und Dürreperioden steigt, gleichzeitig wächst das Risiko von Starkregenereignissen – und zwar stärker als in anderen Regionen (Bericht). Darauf müssen sich die Städte und Gemeinde vorbereiten, um ihre Bevölkerung und die Infrastrukturen zu schützen. Auch die Allersberger Grünen pochen darauf, dass ihre Gemeinde bei der Stadtplanung umdenkt: Mehr Grünflächen, mehr Bäume, grüne Fassaden und Dächer könnten Regen wie einen Schwamm aufnehmen und so die Wassermassen reduzieren, die in die Kanalisation abgeleitet werden. Gleichzeitig wirkt das urbane Grün im Sommer kühlend und reduziert so den Hitzestress für die Menschen.

Vorbereitet sein

„Die letzten Wochen haben eindrücklich gezeigt, welche katastrophalen Folgen Starkregenereignisse haben können,“ so Tanja Josche, Sprecherin der Allersberger Grünen. Den Landkreis Roth habe es zwar nicht so getroffen wie NRW und Rheinland-Pfalz. Aber auch hier standen etliche Keller unter Wasser, Straßen waren gesperrt und das Trinkwasser musste in einigen Orten über Woche abgekocht werden. „Allersberg ist mit einem blauen Auge davongekommen. Aber das kann beim nächsten Starkregen schon anders aussehen. Deshalb müssen wir vorbereitet sein und alles tun, um mögliche Schäden zu minimieren.“

Die Gemeinderatsfraktionen von Grünen und SPD haben deshalb gemeinsam die Erstellung eines Konzepts zur Klimafolgeanpassung beantragt. Dieses soll aufzeigen, welche Folgen Hitze, Dürre und Starkregenereignisse speziell für Allersberg haben können, wo es Schwachstellen oder besonders gefährdete Gebiete gibt und mit welchen Maßnahmen die Risiken gemindert oder beseitigt werden können. Die Antragssteller weisen dabei auf Förderprogramme des Bundesumweltministeriums und der bayerischen Staatsregierung hin, bei denen nur ein kleiner Teil der Kosten von der Gemeinde selbst getragen werden müsse.

Statt Grünflächen zu schützen, wird massiv versiegelt

Georg Decker, Co-Sprecher der Allersberger Grünen, kritisiert die vielen Bauprojekte in der Gemeinde, bei denen massiv Flächen versiegelt werden: „Derzeit entstehen auf 33 Hektar zwei neue Gewerbegebiete und auf neun Hektar zwei Wohnbaugebiete. Ein Hektar Land an der Kleinen Roth, das als Überschwemmungsfläche dient, soll für einen Supermarkt zubetoniert werden. Und wenn wir Pech haben, kommt noch ein ICE-Werk hinzu, für das weitere 45 Hektar erst gerodet, dann versiegelt werden. Jedes einzelne dieser Projekte trägt dazu bei, dass weniger Wasser natürlich versickern kann, dass mehr über die Kanalisation und die Gräben abgeleitet werden muss und dass der Grundwasserspiegel weiter sinkt. Dabei wäre angesichts der Klimakrise genau das Gegenteil nötig: Grünflächen schützen, Wälder aufforsten, Flächen entsiegeln.“

 

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Der Antrag zum Download

 

Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
Tel.: 09176 / 835
Mail: fraktion(at)gruene-allersberg.de

 

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Fri, 13 Aug 2021 15:53:30 +0200