Ortsverband Allersberg http://www.gruene-roth.de Webseite des Grünen Ortsverbandes Allersberg http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/buergerentscheid_auf_das_ja_zu_33_ha_muss_ein_nein_zu_p3_folgen/ Bürgerentscheid: Auf das 'Ja' zu 33 Hektar sollte ein 'Nein' zu P3 folgen http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/buergerentscheid_auf_das_ja_zu_33_ha_muss_ein_nein_zu_p3_folgen/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/buergerentscheid_auf_das_ja_zu_33_ha_muss_ein_nein_zu_p3_folgen/ Die Allersberger Grünen sprechen sich nach dem Bürgerentscheid für ein Sondergebiet Produktion... Die Allersberger Grünen sprechen sich für ein Sondergebiet Produktion aus. Kriterien wie Gewerbesteuerzahlungen und Arbeitsplätze sollten bei der Auswahl der Unternehmen im Vordergrund stehen.
 

Die Bürger Allersbergs haben beim Bürgerentscheid für ein großes Gewerbe- bzw. Industriegebiet gestimmt: Statt sich zunächst auf ein Gebiet von 8 Hektar zu beschränken, befürworten sie eine Entwicklung der gesamten Fläche von 33 Hektar. Der Ortsverband Allersberg von Bündnis 90 / Die Grünen weist darauf hin, dass mit dieser Entscheidung zwar endlich ein zentraler Streitpunkt geklärt ist, viele Fragen aber noch offen sind: „Welche Unternehmen wollen wir nun dort ansiedeln? Wie soll das Gebiet entwickelt und gestaltet werden? Um diese Fragen geht es jetzt,“ sagt Sprecherin Tanja Josche. Die Grünen wollen dabei ein 'Nein' zu P3:

„19 Hektar auf einen Schlag an einen Entwickler von Logistikimmobilien zu verkaufen, ist alles andere als nachhaltig. Wenn wir schon ein derart großes Gebiet entwickeln, dann doch mit vernünftigen Unternehmen. Wir brauchen gute Gewerbesteuer-Zahler, Unternehmen mit Perspektive, die ordentliche Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen und nachhaltig wirtschaften.“

All das sehen die Grünen bei P3 Logistic Parks nicht. Der Investor, der zu 100 Prozent im Besitz von GIC, dem Staatsfonds der Regierung Singapurs ist, wird von der Gemeindeverwaltung als Käufer favorisiert. Sollte er den Zuschlag bekommen, würde er allein entscheiden, wer sich ansiedelt. „Wer Amazon nicht will, muss auch P3 ablehnen,“ so Tanja Josche. Sie unterstreicht damit die Empfehlung der Bürgerinitiative „Für Fortschritt und Entwicklung in Allersberg“, nicht an Amazon zu verkaufen.

Die Fraktion der Grünen will sich im Marktgemeinderat dafür einsetzen, dass West I ein Sondergebiet Produktion wird, bei der Vergabe der Flächen Kriterien wie Gewerbesteuerzahlungen und Arbeitsplätze im Vordergrund stehen und das Gebiet möglichst ökologisch gestaltet wird.

Georg Decker, Sprecher der Grünen und der Bürgerinitiative „Lebenswertes Allersberg“ ergänzt: „Wir bedauern natürlich den Ausgang des Bürgerentscheids. Aber man bedenke auch, dass mehr als 40 Prozent der Allersberger sich für den Bürgerentscheid 2 und ein kleineres Gewerbegebiet ohne Logistikkonzerne ausgesprochen haben. Das ist ein beachtlicher Anteil, den wir nicht komplett ignorieren dürfen.“ Auch er plädiert dafür, die Flächen West I und II nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise und nachhaltig zu entwickeln. „Wir wollen das wirtschaftliche Wachstum von Allersberg fördern, aber unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte.“
  

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Weitere Informationen zu den Industriegebietsplanungen:

Opens external link in current windowFragen & Antworten zu den Bürgerentscheiden

Opens external link in current windowStellungnahme "Grünes Gewerbegebiet"

Foto:

Ein von P3 Logistics errichteter Logistikpark (Quelle: www.p3parks.com) 

Kontakt:

Tanja Josche
Sprecherin OV Allersberg
Tel.: 09176 / 3550295
Mobil: 0163 / 5821443
Email: tanja.josche@gruene-allersberg.de

Georg Decker,
Sprecher OV Allersberg
Tel.: 09176 / 835
Email: georg.decker@gruene-allersberg.de

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Mon, 18 May 2020 09:41:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/informationen_zu_den_buergerentscheiden_am_17_mai_2020/ Informationen zu den Bürgerentscheiden am 17. Mai 2020 http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/informationen_zu_den_buergerentscheiden_am_17_mai_2020/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/informationen_zu_den_buergerentscheiden_am_17_mai_2020/ Gewerbegebiet, Industriegebiet oder Sondergebiet? 8 Hektar, 33 Hektar oder etwas dazwischen?... Gewerbegebiet, Industriegebiet oder Sondergebiet? 8 Hektar, 33 Hektar oder etwas dazwischen? Großkonzerne oder mittelständische Betriebe? Über die geplanten Industriegebiete in Allersberg wird seit Monaten heftig debattiert. Nun sind die Bürger gefragt: Am 17. Mai 2020 haben sie die Möglichkeit, ihre Stimme bei zwei Bürgerentscheiden abzugeben und so mitzuentscheiden, wie sich ihre Gemeinde entwickeln soll.
 

Damit die Allersberger diese Entscheidung fundiert treffen können, sind hier einige Hintergrundinformationen zu den beiden Bürgerbegehren sowie zum aktuellen Stand der Planungen zusammengestellt. Denn zwei kurze Fragen auf dem Stimmzettel können ein derart komplexes Thema kaum angemessen darstellen.

Die Allersberger GRÜNEN appellieren an die Bürger, das Angebot zu nutzen, sich zu informieren und ihre Entscheidung wohlüberlegt zu treffen. Schließlich geht es darum, die Weichen für die Zukunft unserer Gemeinde zu stellen:

  • Welche Art von Betrieben wird sich ansiedeln: großflächige, verkehrsintensive Logistiker oder mittelständische Produktionsunternehmen?
  • Wieviel Gewerbesteuer wird fließen?
  • Welche Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen?
  • Wie wird sich das Gesicht unseres Ortes verändern?
  • Und welche Auswirkungen hat das auf die Bevölkerung, auf Umwelt und Natur?

"Wir treffen hier eine Entscheidung, mit der unsere Kinder und Enkelkinder lange leben müssen. Dieser Verantwortung sollten wir uns bewusst sein," so Sprecherin Tanja Josche. Gerade angesichts der Größe der Fläche stellt sich die Frage, ob der Fortschritt, den vermutlich alle für Allersberg wollen, in einem Schritt erfolgen muss. "Wir plädieren dafür, die Entwicklung der Flächen mit Augenmaß und Respekt vor der Natur anzugehen. Wir müssen dafür sorgen, dass sich auch Allersberg in gesundem Maße mitentwickeln kann und dabei lebenswert bleibt."

Die Informationen sind in Form von Fragen & Antworten aufbereitet. Falls die Bürger darüber hinaus noch weitere Fragen haben, stehen die Sprecher des GRÜNEN-Ortsverbands gerne zur Verfügung:

Tel.: 09176 / 3550295 oder 835
Mail: Opens window for sending emailfraktion(at)gruene-allersberg

 


 

Fragen & Antworten zu den Bürgerentscheiden am 17.5.2020

Im Bürgerentscheid 1 ist ein „Sondergebiet“ für West I gefordert. Was bedeutet das?

Der Freistaat Bayern hat ein so genanntes Anbindegebot erlassen, um einer Zersiedelung der Landschaft entgegen zu wirken. Dieses schreibt vor, dass neue Gewerbegebiete möglichst an bestehende Siedlungen angebunden werden sollen. Ausnahmen sind nur in bestimmten Fällen möglich, zum Beispiel für Logistikzentren oder für großflächige produzierende Betriebe, die aus Gründen der Ortsbildgestaltung nicht angebunden werden können. Für solche Betriebe dürfen „auf der grünen Wiese“ Gewerbeflächen entstehen, sofern die Gemeinde den Bedarf ausreichend begründet und die Fläche als „Sondergebiet“ ausweist. Welche Art von Sondergebiet im Bürgerentscheid 1 gemeint ist, steht zwar nicht auf dem Stimmzettel, dem Hilpoltsteiner Kurier gegenüber (Opens external link in current windowArtikel 26.2.20) gaben die Initiatoren jedoch an, ein „Sondergebiet Logistik“ zu unterstützen. Dies wird auch so von der Gemeindeverwaltung angestrebt.

Wäre denn überhaupt ein anderes „Sondergebiet“ möglich? Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bzw. die Regierung von Mittelfranken schreiben uns doch Logistik vor.

Nein, das stimmt nicht. Es ist vielmehr so, dass unsere Gemeindeverwaltung den Wunsch geäußert hat, hier ein Logistikunternehmen anzusiedeln, deshalb soll West I ein „Sondergebiet Logistik“ werden. Nicht umgekehrt. Zitat aus der Stellungnahme der Regierung von Mittelfranken:

„Die Realisierung der nach hiesigem Kenntnisstand von der Kommune konkret gewünschten Ansiedlung eines Logistikunternehmens ist diesbezüglich möglich, wenn ein Sondergebiet Logistik ausgewiesen wird.“

Und dieser Logistiker soll Amazon sein. Oder ist das nur ein Gerücht?

Das ist kein Gerücht. Der Logistikimmobilienentwickler P3 will am Standort Allersberg einen Logistikpark errichten. Das hat P3 selbst bestätigt, z. B. im Donaukurier vom 24.1.2020. Zu diesem Zweck wurde bereits ein eigenes Unternehmen mit dem Namen „P3 Allersberg Sàrl“ in Luxemburg gegründet. Dieses Unternehmen plant konkret für Amazon. Entnehmen kann man dies u. a. Planzeichnungen von P3 in einem Verkehrsgutachten. P3 selbst entwickelt seit vielen Jahren Logistikimmobilien in Europa und ist zu 100 % im Besitz von GIC, dem Staatsfonds der Regierung Singapurs.

Wer beim Bürgerentscheid 1 „ja“ ankreuzt, stimmt also für eine Ansiedlung von Amazon?

Das steht zwar nicht auf dem Stimmzettel, aber alles deutet darauf hin. In der Immobilienzeitung hieß es am Initiates file download6.4.2020 (und ähnlich am Opens external link in new window9.4.2020):

„Amazon verdichtet derzeit sein Netz in Nordbayern. Bei Allersberg steht ein weiterer Bürgerentscheid für den Bau eines P3-Projekts mit Amazon als Mieter aus."

Wird die Fläche West I an P3 verkauft, muss man aber berücksichtigen, dass die Entscheidung, wer sich letztlich ansiedeln wird, nicht wir als Gemeinde treffen werden, sondern der Investor und Projektentwickler P3.

Amazon ist ein Weltkonzern. Könnte Allersberg davon nicht auch profitieren?

Die Frage ist, welches Ziel wir als Gemeinde verfolgen: Geht es uns nur darum, die Flächen schnell  zu verkaufen, dann ist P3 mit Amazon sicher eine Option. Wenn wir mit den Gewerbe- bzw. Industriegebieten aber die Grundlage für langfristige und konstante Einnahmen schaffen wollen, dann wäre es sinnvoller, auf mehrere Betriebe aus verschiedenen Branchen zu setzen, statt ausschließlich auf einen Großkonzern. Das wirtschaftliche Risiko wäre deutlich geringer. Auch wenn wir Wert auf qualifizierte Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für unsere Kinder legen oder auf ökologische Kriterien, gäbe es bessere Alternativen als Amazon.

Amazon soll angeblich kaum Gewerbesteuer zahlen. Was ist da dran?

Amazon ist natürlich gewerbesteuerpflichtig wie andere Unternehmen auch. Es ist jedoch bekannt, dass Amazon den Großteil seines in der EU erzielten Gewinns in Luxemburg verbucht, dort aber nur in sehr geringem Maße besteuert wird. Dadurch fällt an den Standorten der Logistik-, Verteil- und Sortierzentren relativ wenig Steuer an – im Vergleich zu anderen Unternehmen und im Verhältnis zur Fläche, die der Konzern verbraucht. Dazu zwei Vergleichszahlen: Die Gemeinde Allersberg hat 2019 auf einer Gewerbefläche von rund 20 ha (Größe laut Aussage der Gemeindeverwaltung bei der Bürgerversammlung) 2,2 Mio. Euro Gewerbesteuer eingenommen. Amazon würde nach Berechnung eines Steuerexperten auf einer Grundstücksfläche von rund 14 ha lediglich zwischen 150.000 und 450.000 Euro jährlich zahlen. Die Berechnung basiert auf den Bilanzzahlen der Logistikzentren Frankenthal und Pforzheim (zum Hebesatz Allersberg), die in Größe (11 ha Lagerfläche) und Mitarbeiterzahl (1.000-1.300) dem für Allersberg geplanten ähnlich sind. Der Grundstückseigentümer und Objektentwickler P3 würde in Allersberg übrigens keine Gewerbesteuern zahlen.

Könnte man in West 1 auch andere Betriebe ansiedeln?

Natürlich. Die Planungshoheit hat schließlich die Gemeinde. Aber es muss ein Betrieb sein, der eine der Ausnahmen vom Anbindegebot im Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) erfüllt.

Wie sieht es mit Chefs Culinar aus? Das Unternehmen hatte sich auf der Bürgerversammlung 2019 vorgestellt und deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen als Amazon in Aussicht gestellt.

Chefs Culinar wäre in einem „Sondergebiet Logistik“ nicht möglich, da es kein Logistikbetrieb ist. Das hat die Regierung von Mittelfranken in einem Schreiben an die Gemeinde bestätigt. Aber: Man könnte das Unternehmen vermutlich in einem „Sondergebiet Produktion“ ansiedeln. Wäre das der Wunsch der Gemeinde, müsste man eine entsprechende Anfrage an die Regierung stellen und nachweisen, dass der Betrieb nicht angebunden werden kann. Diese Anfrage würde die Regierung „ergebnisoffen prüfen“, wie es heißt. In der Regel wird dem Wunsch einer Gemeinde stattgegeben, sofern er nicht den Zielen des Landesentwicklungsplans entgegensteht. Bisher hat die Gemeinde Allersberg aber keine solche Anfrage gestellt.

Wenn Produktionsbetriebe möglich sind: Welche Interessenten gibt es noch?

Bei der Unternehmerfabrik Landkreis Roth GmbH gehen ständig interessante Anfragen von guten Unternehmen ein, die Flächen im Landkreis suchen. Die Gemeinde Allersberg scheint daran jedoch nicht interessiert und hat bisher keinen Kontakt aufgenommen. Die Unternehmerfabrik gilt im Landkreis als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen und Kommunen, wenn es um Beratung, Wirtschaftsförderung und Kontaktvermittlung geht. Gesellschafter sind der Landkreis Roth, die Stadt Roth, die Sparkasse Mittelfranken-Süd und die IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Zurück zu den Stimmzetteln: Im Bürgerentscheid 1 heißt es: „… zur Ausweisung der beiden Gebiete „Sondergebiet Allersberg West I“ und entgegen der bisherigen Beschlusslage „Gewerbegebiet Allersberg West II“, aber ansonsten entsprechend der getroffenen Beschlüsse und Abwägungen“. Was bedeutet das?

Der Marktgemeinderat hat die Industriegebiete in den vergangenen Monaten mehrfach behandelt und bereits einige Beschlüsse gefasst. So wurde zum Beispiel festgelegt, dass West I ein „Sondergebiet Logistik“ werden soll, West II ein „Industriegebiet“. Außerdem wurde über Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, wie der Regierung von Mittelfranken, entschieden.

Die Regierung fordert eine Reduzierung der Fläche von West II, so dass sie kleiner ist als der Ortsteil Altenfelden. Sind dann 33 Hektar, die die neue Bürgerinitiative erreichen will, überhaupt realisierbar?

Die Initiative für den Bürgerentscheid 1 gibt in ihrer Begründung und gegenüber der Presse (z.B. Opens external link in current windowHilpoltsteiner Kurier 26.2.2020) ein Ziel von 33 ha an. Das entspricht den ursprünglichen Planungen mit 19 ha für West I und rund 14 Hektar für West II. Dies wird aber nicht realisierbar sein, da die Vorgabe der Regierung von Mittelfranken bzgl. einer Verkleinerung von West II verbindlich ist.

Beide Bürgerentscheide wollen in West II ein Gewerbegebiet, kein Industriegebiet. Wo ist der Unterschied?

Der Unterschied liegt in der Art der Betriebe, die zulässig sind. Ein Gewerbegebiet dient laut Baunutzungsverordnung vorwiegend der „Unterbringung von nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben“. Industriegebiete dienen vorwiegend der „Unterbringung von Betrieben, die in anderen Baugebieten unzulässig sind.“  Ein weiterer wichtiger Unterschied sind die Betriebszeiten: In einem Industriegebiet ist ein 24-Stunden-Betrieb an 365 Tagen im Jahr erlaubt, in einem Gewerbegebiet nicht.

Wäre West II auch ein möglicher Standort für Chefs Culinar?

Chefs Culinar würde eine Fläche von 12 ha auf West I bevorzugen, könnte sich aber auch auf einer geringeren Fläche auf West II ansiedeln. Das Unternehmen würde dann die gesamte Fläche beanspruchen. Das widerspricht allerdings dem Aufstellungsbeschluss, wonach die Erschließung von West II „kleingliedriger unter Berücksichtigung eines Nutzungsmix“ erfolgen soll. Außerdem müsste dafür die Kreisstraße verlegt werden.

Nun zum Bürgerentscheid 2 („Lebenswertes Allersberg“): Hier wird ein „vollständiger Verzicht auf West I“ gefordert. Warum?

Das Bürgerbegehren kritisiert den hohen Flächenverbrauch für ein Logistikzentrum und die massiven Auswirkungen auf Umwelt und Natur. Bei Umsetzung der Planung gehen fruchtbare Böden für die Land- und Ernährungswirtschaft verloren, Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum  (es sind Tierarten betroffen, die auf der „Roten Liste“ stehen), und Schadstoffe könnten ins direkt angrenzende Wasserschutzgebiet gelangen, aus dem rund 150.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden. Außerdem grenzen ein Landschaftsschutzgebiet und ein Biotop direkt an die Fläche an.

Die Initiative sieht vor allem Logistiker sehr kritisch.

Für Logistikzentren werden riesige Flächen versiegelt, so dass Niederschlagswasser nicht mehr natürlich versickern kann und die Böden austrocknen. Das würde auch die umliegenden Wälder, die ohnehin schon unter Trockenheit durch den Klimawandel leiden, noch mehr gefährden. Bei kleinflächigen Betrieben besteht eher die Möglichkeit, Flächen naturnah und sickerungsfähig zu gestalten. Außerdem verursachen Logistiker ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen als andere Branchen – oft mit Schwerlastverkehr rund um die Uhr. Damit würden Lärm und Abgase massiv zunehmen und die Lebensqualität Allersbergs erheblich beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass moderne Logistikzentren hoch automatisiert sind und nur verhältnismäßig wenige Arbeitsplätze entstehen. Und nicht zuletzt wären die riesigen Logistikhallen ein Fremdkörper in der Landschaft, die das Gesicht und die Zukunft Allersbergs dauerhaft prägen würden.

Im Bürgerentscheid 2 wird ein Gewerbegebiet „zunächst beschränkt auf 8 Hektar“ gefordert. Was bedeutet das? Ist das angesichts unseres Schuldenstands nicht viel zu wenig?

Die Initiatoren wollen mit dieser Formulierung deutlich machen, dass sie einer zukünftigen Erweiterung des Gewerbegebiets nicht entgegenstehen. So könnte man die Flächen schrittweise entwickeln und auch die erforderliche Infrastruktur langsam anpassen. Denn die wäre einer gleichzeitigen Erschließung beider Gebiete nicht gewachsen. Die Vorstellung einer kleineren Fläche für West II teilt auch die Regierung von Mittelfranken. Ob allein mit einem 8-ha-Gewerbegebiet langfristig ausreichend Einnahmen generiert werden können, hängt vor allem von der Art der Betriebe ab.

Falls nicht: Könnten wir die Gewerbeflächen dann noch erweitern?

Ja, Bürgerentscheid 2 lässt die Möglichkeit offen, zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf auch Flächen auf West I auszuweisen.   

Im Bürgerentscheid 2  ist von „vorwiegend ortsansässigen Betrieben“ die Rede. Warum diese Einschränkung?

Die Initiatoren wollen Unternehmen bevorzugen, die ihren Firmensitz in der Region haben und damit auch vor Ort in Allersberg ihre Steuern zahlen. Hinzu kommt, dass diese Firmen eher auch Verantwortung für die Region übernehmen, z.B. durch Unterstützung von Vereinen und Einrichtungen oder durch soziales Engagement für Mitarbeitende. Die Chancen für junge Menschen auf qualifizierte und zukunftsorientierte Ausbildungsplätze sind zudem oft deutlich besser. Und die Wirtschaft ist bei einer Vielfalt kleiner und mittlerer Unternehmen weniger krisenanfällig. Schließlich können durch regionale Kreisläufe auch Transporte reduziert und damit Schadstoff- und Lärmemissionen minimiert werden.

Was bedeutet die Corona-Krise für die Planungen?

Die Corona-Krise zeigt uns sehr deutlich, wie wichtig es ist, regional zu produzieren und nicht von Importen abhängig zu sein. Das Bewusstsein wächst, dass wir heimische Betriebe unterstützen müssen, auch weil sie es sind, die mit ihren Steuergeldern unser Gesundheitssystem finanzieren.  Insofern wäre zu bedenken, ob nicht auch wir in Allersberg auf kurze, regionale Wertschöpfungsketten setzen und jetzt in eine nachhaltige Wirtschaft investieren wollen.

 


 

Und hier der Stimmzettel für die Bürgerentscheide:

 

Bitte beachten:

Alle drei Fragen müssen beantwortet werden. Wird nur eine Frage beantwotret, ist zwar nicht gleich der ganze Wahlzettel ungültig, jedoch gelten die nicht gesetzten Kreuze als ungültige Stimmen. Wer also den einen Entscheid bejaht, sollte beim anderen Nein ankreuzen und auch die Stichfrage entsprechend beantworten. Die Stichfrage kommt dann zum Tragen, wenn beide Entscheide insgesamt mehrheitlich mit "Ja" beantwortet wurden.

Auf keinen Fall sollte man etwas handschriftlich auf dem Stimmzettel vermerken. Dann ist dieser in seiner Gesamtheit ungültig - auch wenn richtig angekreuzt wurde. Und ebenso ratsam: Nichts durchstreichen. Das wird ebenso als ungültig gewertet und veringert so die absolute Wahlbeteiligung.

 


Weitere Informationen:

Opens external link in current windowGrünes Gewerbegebiet für Allersberg? (Stellungnahme der GRÜNEN zu den Industriegebietsplanungen im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit)

Initiates file downloadDie Fragen & Antworten zu den Bürgerentscheiden als Flyer (PDF, 4 MB)

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Sat, 25 Apr 2020 09:40:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/lokale_betriebe_unterstuetzen_lieferservice_nutzen/ Corona-Krise: Lokale Betriebe unterstützen http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/lokale_betriebe_unterstuetzen_lieferservice_nutzen/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/lokale_betriebe_unterstuetzen_lieferservice_nutzen/ Die Corona-Krise bestimmt derzeit das öffentliche Leben - auch in Allersberg. Besonders hart trifft... Die Corona-Krise bestimmt derzeit das öffentliche Leben - auch in Allersberg. Besonders hart trifft es die lokalen Gastronomen und Einzelhändler. Umso wichtiger ist es, dass wir sie jetzt unterstützen.

Viele Allersberger Unternehmen leiden schon massiv unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, weil sie Ladengeschäfte und Restaurants schließen mussten, aber weiter Mieten und Löhne zu zahlen haben. Wenn diese Betriebe die aktuelle Krise nicht überstehen, würde das Auswirkungen auf unser Zusammenleben und das Erscheinungsbild unserer Gemeinde haben. Das darf nicht sein. Zeigen wir uns solidarisch und helfen wir den Personen hinter unseren Lieblingslocations!

Einige Betriebe haben einen Lieferservice eingerichtet, um sich halbwegs über Wasser zu halten. Wir appellieren an die Mitbürger, diese Angebote zu nutzen! Und Sie können noch etwas tun: Denken Sie jetzt schon an die Zeit nach Corona und kaufen Sie Gutscheine der Restaurants und Geschäfte. So haben Sie etwas, auf das Sie sich freuen können und unsere Betriebe erhalten ein wenig Unterstützung - damit es sie auch nach der Krise noch gibt.

Gastronomen

 

Sofern die Gastronomen ihre Speisekarten/Tagesgerichte veröffentlichen, findet ihr hier die Links: 

Ristorante Tra Amici: Do-Mo 11:30-14:30 und 17-20 Uhr, Speisekarte zum Mitnehmen (PDF), Info zu Wochenspecials über Facebook

Il Fagiano: Do-So 17-21 Uhr, Standardspeisekarte (PDF)

Gasthof Seehof: Do-Di 17-20 Uhr, So zusätzlich 11-14 Uhr, reduzierte Speisekarte

Gasthaus zur Sonne: Sa-So ab 17 Uhr, Wochenkarte über Facebook

Gasthof Endres: So-Fr 11:30-12:00, täglich wechselndes Mittagsgericht

Bar 9093: Mo, Mi, Fr ab 17:30, Burgerkarte auf Facebook

 

Abholservice nur an Ostern:

Gaststätte Altenfelden: Karfreitag - Aischgründer Karpfen mit Kartoffelsalat, Ostersonntag und Ostermontag - Sauerbraten, Schäuferle und Schnitzel. Jeweils von 11:30-13 Uhr. Bitte vorreservieren unter Tel. (0152) - 31765178 oder Tel. (09174) 1839.

 

 

Wir haben einen Gastronomen vergessen? Dann schreibt an info(at)gruene-allersberg.de und wir nehmen ihn gerne in der Liste auf!

 

 

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Tue, 31 Mar 2020 00:16:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kommunalwahl_2020_zwei_sitze_fuer_die_gruenen_in_allersberg/ Kommunalwahl 2020: Zwei Sitze für die Grünen in Allersberg http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kommunalwahl_2020_zwei_sitze_fuer_die_gruenen_in_allersberg/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kommunalwahl_2020_zwei_sitze_fuer_die_gruenen_in_allersberg/ Die Grünen haben bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 erstmals für den Allersberger... Die Grünen haben bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 erstmals für den Allersberger Marktgemeinderat kandidiert und aus dem Stand zwei Sitze gewonnen. Künftig werden Tanja Josche und Georg Decker die Grünen im Marktrat vertreten.

Wir danken allen Wähler*innen, die uns ihre Stimme und ihr Vertrauen geschenkt haben!

Unsere Mandatsträger für die Wahlperiode 2020-2026:

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Tue, 17 Mar 2020 23:35:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/vom_donut_zum_krapfen_wie_gemeinden_ihre_ortskerne_staerken_koennen/ Vom Donut zum Krapfen: Wie Gemeinden ihre Ortskerne stärken können http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/vom_donut_zum_krapfen_wie_gemeinden_ihre_ortskerne_staerken_koennen/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/vom_donut_zum_krapfen_wie_gemeinden_ihre_ortskerne_staerken_koennen/ Auf Einladung der Allersberger Grünen zeigte Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin der... Landtagsabgeordnete Ursula Sowa informierte in Allersberg über nachhaltige Baupolitik

Auf Einladung der Allersberger Grünen zeigte Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag, bei einem Vortrag Anfang März auf, wie Gemeinden nachhaltiges Bauen fördern und Leerständen im Ortskern entgegenwirken können. Das sei gerade für Gemeinden im ländlichen Raum eine zentrale Aufgabe, sagte Sowa. Denn vor allem hier entstehen fortlaufend neue Wohnflächen, meist an den Ortsrändern. Gleichzeitig würden in der Ortsmitte immer mehr Wohn- und Geschäftsräume leer stehen. So verzeichnete 2018 laut Bundesstiftung Baukultur bereits ein Drittel aller Gemeinden einen „nennenswerten Leerstand“, hauptsächlich im Ortskern.

„Wir haben es hier mit dem so genannten Donut-Effekt zu tun“, erklärte Sowa. Bei dem Gebäck befindet sich außen die Masse, innen ist es hohl. Auf Orte übertragen: Am Rand, in den Wohnsiedlungen und Einzelhandelszentren, ist das Leben, während die Ortskerne verwaisen. Eine vitale Gemeinde dagegen sei wie ein Krapfen: Das Beste befindet sich in der Mitte.

Wie kommen wir vom Donut zum Krapfen?

„Wie schaffen wir es, dass unsere Gemeinden Krapfen werden und keine Donuts?“ brachte Sowa die Herausforderung auf den Punkt und zeigte anhand von Beispielen aus dem In- und Ausland mögliche Ansätze. Wichtig sei vor allem das Nachverdichten, also das Schließen vorhandener Baulücken. Gleichzeitig gilt es, das Potenzial bestehender Gebäude zu nutzen, zum Beispiel indem man sie aufstockt, um einen Anbau erweitert oder Dächer ausbaut. Zur Belebung leer stehender Geschäfte sind Pop-Up-Stores ein innovativer Ansatz, der in anderen Gemeinden gut funktioniert. Voraussetzung für vitale Ortskerne ist natürlich auch, dass sich die Menschen dort gerne aufhalten. Ein Ansatz ist hier, den Ortskern als „Shared Space“ zu entwickeln: als Zone, in der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und nicht das Auto dominiert.

Bei Baugebieten an alle Generationen denken

Sind neue Wohngebiete nötig, so kommt es laut Sowa auf eine nachhaltige Planung an, die auch soziale Aspekte berücksichtigt. Wenn Gemeinden sich mit Einzel- und Doppelhäusern vor allem an Familien mit Kindern richten, „dann müssen Kinderbetreuung und Schulen gleich mitgedacht werden.“ Auch die Anbindung an Bus und Bahn, alternative Mobilitätsangebote wie Carsharing oder Lastenräder, sichere Fuß- und Radwege, Gemeinschaftsorte (Spielplatz, Bürgersaal) und die Nahversorgung (Lebensmittel, Ärzte, Pflege, Gastronomie) sind Aspekte, die von Anfang an mitgeplant werden sollten. Dabei gilt es, die Bedürfnisse aller Generationen im Blick zu behalten, auch im Hinblick auf unterschiedliche Wohnformen wie WGs oder Mehrgenerationenhäuser.

Klimafreundlich, flächensparend und ressourcenschonend

Im letzten Teil ihres Vortrags ging Ursula Sowa schließlich noch auf ökologische Aspekte des nachhaltigen Bauens ein. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und steigender Energiepreise sind bei Bauherren derzeit energieeffiziente Gebäude gefragt sowie Anlagen, um Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. So lassen sich nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch die Energiekosten senken.

Zu nachhaltigem Bauen gehören außerdem der Einsatz ressourcenschonender Baustoffe, Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sowie eine flächensparende Bauweise. Sowa wies dabei auf den hohen Flächenverbrauch klassischer Siedlungen hin: Täglich werden in Bayern rund 10 Hektar Fläche versiegelt, fast die Hälfte davon durch Wohnbebauung. Verdichtetes Bauen und gezielte Innenentwicklung tragen dazu bei, den Flächenfraß zu reduzieren.

„Bauen im ländlichen Raum muss völlig neu gedacht werden,“ fasste Sowa abschließend zusammen und beantwortete nach dem informativen Vortrag noch fast eine Stunde lang die Fragen der interessierten Zuhörer. Dabei kamen auch die geplanten Allersberger Wohngebiete Im Keinzel II und St. Wolfgang zur Sprache, bei denen die Grünen möglichst viele der Aspekte umsetzen wollen.

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Kontakt:

Tanja Josche, Sprecherin OV Allersberg
Tel.: 09176 / 3550295

Email:
tanja.josche(at)gruene-allersberg.de

Georg Decker, Sprecher OV Allersberg
Tel.: 09176 / 835
Email:
georg.decker(at)gruene-allersberg.de

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Wed, 11 Mar 2020 12:09:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/fleissige_muellsammler_in_allersberg_erfolgreiche_aktion_von_gruenen_und_eine_welt_laden/ Fleißige Müllsammler in Allersberg - Erfolgreiche Aktion von Grünen und Eine-Welt-Laden http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/fleissige_muellsammler_in_allersberg_erfolgreiche_aktion_von_gruenen_und_eine_welt_laden/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/fleissige_muellsammler_in_allersberg_erfolgreiche_aktion_von_gruenen_und_eine_welt_laden/ Unter dem Motto „erst Remmidemmi, dann Ramadama“ sammelten am Aschermittwoch freiwillige Helfer... Unter dem Motto „erst Remmidemmi, dann Ramadama“ sammelten am Aschermittwoch freiwillige Helfer gemeinsam mit dem Team des Eine-Welt-Ladens „Encuentro“ und den Allersberger Grünen die Überbleibsel des Faschingstreibens auf.

Mehrere Säcke voll mit Zigarettenkippen, Kronkorken, Bonbonpapier mit und ohne Inhalt, Glasscherben, Einwegbechern und ähnlichen Abfällen kamen zusammen. Auch ein leeres Bierfass und sogar noch ungeöffnete Schnapsfläschchen fanden die Müllsammler.

Die großen und kleinen Helfer, die sich selbst von teils starken Schneeschauern und Windböen nicht abschrecken ließen, waren vor allem über das Ausmaß der Vermüllung am Festplatz entsetzt: „Es ist unglaublich, wie gleichgültig manchen die Natur und auch ihre Mitmenschen zu sein scheinen. Wer Glasscherben einfach liegen lässt, nimmt schließlich auch in Kauf, dass sich andere verletzen“, sagte Monika Klimczak vom Allersberger Eine-Welt-Laden. Dieser hatte zusammen mit dem Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen zu der Aktion aufgerufen, um ein Zeichen zu setzen für einen achtsamen Umgang mit unserer Umwelt. Das sei nicht nur Aufgabe von Umweltschützern oder der Gemeinde. „Für den Erhalt der Natur ist jeder Mensch verantwortlich“, so Tanja Josche. Die Sprecherin der Grünen wies auch darauf hin, dass der Bauhof in den vergangenen Tagen schon „ganze Arbeit“ geleistet und das größte Chaos bereits beseitigt habe.

Die Müllsammler fanden rund um die Nürnberger Straße, den Spitalweiher und den alten und neuen Festplatz auch viele ältere Abfälle, vor allem Zigarettenkippen. Diese sind für die Umwelt ein Problem, weil sich der Filter nur langsam zersetzt und er viele Giftstoffe enthält. Ein einziger Zigarettenstummel kann 40 Liter Grundwasser verseuchen. Bei Kleinkindern kann schon eine verschluckte Kippe zu Vergiftungserscheinungen führen.

Die Organisatoren sind sich einig, dass man immer wieder auf die Müllproblematik hinweisen müsse, und wollen diese Aktion nun regelmäßig durchführen. Ihr Ziel ist es auch, Maßnahmen zur Müllvermeidung in der Gemeinde anzuregen, wie mehr öffentliche Aschenbecher, ein Unverpackt-Laden oder ein Repaircafé.

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Kontakt:

Tanja Josche,
Sprecherin OV Allersberg
Tel.: 09176 / 3550295
tanja.josche@gruene-allersberg.de

Georg Decker
Sprecher OV Allersberg
Tel.: 09176 / 835
georg.decker@gruene-allersberg.de

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Sat, 29 Feb 2020 00:55:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nachhaltige_wohnsiedlungen_bauen_fuer_die_zukunft_einladung_zum_vortrag_mit_ursula_sowa_mdl/ Nachhaltige Wohnsiedlungen - Bauen für die Zukunft: Einladung zum Vortrag mit Ursula Sowa, MdL http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nachhaltige_wohnsiedlungen_bauen_fuer_die_zukunft_einladung_zum_vortrag_mit_ursula_sowa_mdl/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nachhaltige_wohnsiedlungen_bauen_fuer_die_zukunft_einladung_zum_vortrag_mit_ursula_sowa_mdl/ Die Landtagsabgeordnete Ursula Sowa informiert am 5. März 2020 darüber, wie sich im ländlichen Raum... Wie lassen sich Siedlungen gestalten, die Anforderungen an Klimaschutz, Ästhetik, bezahlbarer Wohnraum und Barrierefreiheit gleichermaßen gerecht werden?

Die Allersberger Grünen laden interessierte Bürger sowie aktuelle und künftige Kommunalpolitiker zu einem Vortrag zum Thema „Nachhaltige Wohnsiedlungen – Bauen für die Zukunft“ ein. Die baupolitische Sprecherin von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag, Ursula Sowa, widmet sich darin der Frage, wie sich im ländlichen Raum Siedlungen gestalten lassen, die Anforderungen an Klimaschutz, Ästhetik, bezahlbarer Wohnraum und Barrierefreiheit gleichermaßen gerecht werden.

Vor dem Hintergrund der Klimakrise und steigender Energiepreise steht eine nachhaltige Bauweise bei Bauherren derzeit hoch im Kurs. Gefragt sind energieeffiziente Gebäude und Anlagen, um Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. So lassen sich nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch die Energiekosten senken. Ressourcenschonende Baustoffe und ein sparsamer Umgang mit Wasser sind weitere Ansatzpunkte für mehr Nachhaltigkeit beim Bauen.

Ursula Sowa zeigt in ihrem Vortrag auf, wie Kommunen nachhaltiges Bauen fördern können. Einen Schwerpunkt legt sie dabei auf soziale Aspekte der Siedlungspolitik. Denn Nachhaltigkeit bedeutet auch, die Bedürfnisse jetziger und kommender Generationen zu berücksichtigen, um die Lebensqualität in der Siedlung zu verbessern. Dabei geht es vor allem darum, wie man Wohnraum schaffen kann, der die Bedürfnisse von Familien, von jungen, alten und behinderten Menschen erfüllt. Auch die Stärkung der Ortskerne durch Innenentwicklung ist ein Thema, auf das Ursula Sowa eingeht.

Die Allersberger Grünen möchten den Vortrag als parteiübergreifende Veranstaltung verstanden wissen, in der sich angehende Kommunalpolitiker aller Parteien aus erster Hand über Hintergründe zur Baupolitik informieren und sich Anregungen für eine zukunftsorientierte Gestaltung ihrer Gemeinde holen können. Für Allersberg hat das Thema aufgrund von zwei geplanten Wohngebieten hohe Aktualität.

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden sich auch die Kandidat*innen der Grünen für den Marktgemeinderat vorstellen.

 

Termin: 5. März 2020, 19:30 Uhr
Ort: Ev. Gemeindezentrum Allersberg, Saint-Céré-Platz 1, Allersberg
Eintritt: frei

 

 

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Mon, 24 Feb 2020 20:36:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene_und_eine_welt_laden_sammeln_faschingsmuell/ Grüne und Eine-Welt-Laden sammeln Faschingsmüll http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene_und_eine_welt_laden_sammeln_faschingsmuell/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene_und_eine_welt_laden_sammeln_faschingsmuell/ Unter dem Motto "Erst Remmidemmi, dann Ramadama" findet am Aschermittwoch, 26.2.2020 eine... Unter dem Motto "Erst Remmidemmi, dann Ramadama" findet am Aschermittwoch, 26.2.2020 eine Müllsammelaktion in Allersberg statt.

 

Nach den Faschingsumzügen bleibt in den Straßen und Grünflächen der Gemeinden oft viel Müll liegen. In Allersberg wollen sich die GRÜNEN und der Eine-Welt-Laden „Encuentro“ zusammen dem Problem annehmen. Unter dem Motto „zuerst Remmidemmi, dann Ramadama“ rufen sie zu einer Müllsammelaktion am Aschermittwoch auf, um den Ort von Bonbon-Papier, Flaschen, Zigarettenkippen und anderen Überbleibseln des Faschings zu befreien. Alle Allersberger sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Treffpunkt für die Freiwilligen ist am Aschermittwoch, 26. Februar 2020, um 15 Uhr am Parkplatz in der Hilpoltsteiner Straße (Alter Festplatz).

Eigene Handschuhe sind mitzubringen.

Kinder bis 12 Jahren dürfen nur in Begleitung einer Aufsichtsperson mitmachen.

Mit der Aktion wollen die beiden Organisatoren ein Zeichen setzen für einen achtsamen Umgang mit unserer Umwelt. Flaschendeckel, Bonbonpapier und ähnliche Abfälle gehören unterwegs in die Hosentasche, nicht in die Landschaft. Besonders schädlich ist Plastikmüll, der in der Regel Jahrhunderte in der Umwelt verbleibt und dabei nach und nach seine schädlichen Inhaltsstoffe abgibt. Diese Stoffe sind Gift für Tiere und Kleinstlebewesen, sie belasten unser Trinkwasser, und Mikroplastik, das über Flüsse bis ins Meer gelangen, gefährdet das marine Ökosystem.

Bei schlechtem Wetter wird die Aktion auf Samstag, 29.2.2020 verschoben.

Info-Telefon: 09176-3550295

 

 

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Wed, 19 Feb 2020 20:28:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/-602be32942/ Allersberg beteiligt sich an landkreisweitem Blühprojekt der Grünen http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/-602be32942/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/-602be32942/ Beim Auftakt für ein landkreisweites Blühprojekt von Bündnis 90 / Die Grünen war auch der... Am 1. Februar 2020 fand der Auftakt für ein landkreisweites Projekt von Bündnis 90 / Die Grünen statt. Unter dem Motto "1 Quadratmeter Grün" wollen die Grünen im Landkreis Roth in den kommenden Wochen hochwertiges, heimisches Saatgut an Bürger verteilen und so den Landkreis begrünen.

Die Mischung besteht aus 100% heimischen Wildpflanzen, mehrjährig und bestens geeignet für unsere heimischen Insekten. Denn wie so oft kommt es auf die Details an. Saatgutmischungen aus dem Baumarkt enthalten oft Kulturpflanzen und ortsfremde Arten, die zwar Honigbienen und Hummeln anlocken, für die bedrohten heimischen Wildbienenarten aber keine Nahrung bereit halten. Einige dieser Pflanzen können die einheimischen Wildpflanzenarten sogar verdrängen.

Die Saatgutmischung werden wir in Allersberg bei unseren Infoständen im März gerne an die Bevölkerung verteilen. So kann jeder einen kleinen Beitrag zum Insekten- und Artenschutz leisten: Mehr Grün für Allersberg!

Opens external link in current windowHier der Zeitungsbericht zur Aktion im Donaukurier

Opens internal link in current windowMehr zum Artenschutz

 

Für den Ortsverband Allersberg war beim Auftakt zum Blühprojekt unsere Sprecherin Tanja Josche dabei.

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Sat, 01 Feb 2020 23:33:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/leben_mit_der_energiewende_einladung_zum_filmabend_mit_diskussion/ Leben mit der Energiewende: Einladung zum Filmabend mit Diskussion http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/leben_mit_der_energiewende_einladung_zum_filmabend_mit_diskussion/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/leben_mit_der_energiewende_einladung_zum_filmabend_mit_diskussion/ Die Allersberger Grünen laden zur Filmvorführung von „Autark“ - Leben mit der Energiewende 4"... Die Allersberger Grünen laden zur Filmvorführung von „Autark“ - Leben mit der Energiewende 4" ein. Regisseur Frank Farenski ist persönlich mit vor Ort. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Verein Energiebündel Roth-Schwabach e.V.
 

Der Ortsverband Allersberg von Bündnis 90 / Die Grünen lädt für den 12. Februar 2020 ab 19:00 Uhr zur Filmvorführung des Kino-Dokumentarfilms "Autark" ein, dem vierten Teil der Reihe "Leben mit der Energiewende" von Regisseur Frank Farenski. Der Film zeigt den Weg von Menschen, die ihren eigenen Strom erzeugen und sich so unabhängig machen von Energieversorgern. Alle Interessierten sind zu der Filmvorführung im Ev. Gemeindezentrum Allersberg herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Regisseur Frank Farenski ist persönlich mit vor Ort und lädt im Anschluss an die Filmvorführung zur Diskussion ein.

Über den Film

Sich in Sachen Energieversorgung autark zu machen, auf diese Idee kommen immer mehr Bürgerinnen und Bürger. So sparen sie nicht nur Geld, sondern machen sich auch unabhängig von Großkonzernen. Der Film beleuchtet genau diesen Weg in die Unabhängigkeit und wie er sich auf andere Lebensbereiche der Menschen auswirken kann. Die Erfahrung, sein eigenes Haus mit Energie zu versorgen, lässt den Wunsch nach Autarkie zum Beispiel auch bei der Nahrungsversorgung wachsen. Der Film zeigt in 90 Minuten, was Menschen selbst tun können, um die persönliche Energiewende zu gestalten und damit Sicherheit für die Zukunft zu erlangen.

Mehr zum Film: www.lebenmitderenergiewende.de

Energie und Klimaschutz stehen im Fokus der Grünen

„Die Energiewende ist für uns Grüne ein zentrales Thema“, erklärt Tanja Josche, Sprecherin des Ortsverbands Allersberg. „Fossile Brennstoffe sind endlich und zudem für einen großen Teil der CO2-Emissionen verantwortlich. Wenn wir die Erderwärmung stoppen wollen, müssen wir mehr Energie aus Wind und Sonne gewinnen.“ Mit dem Film wollen die Grünen zeigen, wie das durch dezentrale Strukturen gelingen kann – mit Beteiligung der Bürger und der Kommunen. „Wir können die Energiewende selbst in die Hand nehmen und unseren eigenen Strom produzieren. Dazu wollen wir ermutigen.“ Die Allersberger Grünen treten bei der Kommunalwahl mit dem Ziel an, ein klimaneutrales Allersberg zu schaffen, das sich aus erneuerbaren Energiequellen selbst versorgt.

Unterstützt von unabhängigen Experten des Energiebündels

Die Veranstaltung in Allersberg wird vom unabhängigen Verein „Energiebündel Roth-Schwabach e.V.“ unterstützt. Der Verein entstand 2010 aus einer Gruppe engagierter Menschen aus verschiedenen Organisationen des Landkreises Roth und der Stadt Schwabach, die schon damals zum Abschied von fossilen Energieträgern aufriefen und die Energiewende so schnell wie möglich voranbringen wollten. Ziel des Vereins ist es, aufzuklären, zu informieren, Alternativen aufzuzeigen und bestehende, innovative Kräfte zu bündeln.

„In Zeiten des heute vielfach ausgerufenen Klimanotstands sind vor allem die Kommunen gefordert, die dezentrale und CO2-freie Energiewende umzusetzen. Dabei wollen wir unterstützen“, erklärt Hermann Lorenz, stellv. Vorsitzender des Vereins. Ein wichtiger Schritt ist dabei die „solare Baupflicht“ bei Neubauten, entsprechend § 9 Abs. 1 Nr. 23 Baugesetzbuch, die in Bayern erstmals die Stadt Amberg beschlossen hat. „Hier sollten alle Landkreiskommunen mitziehen“, so Lorenz.

Mehr über den Verein: Opens external link in current windowhttps://www.energiebuendel-rh-sc.de/Opens external link in current window 

 

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Georg Decker
Sprecher OV Allersberg
Altenfelden 55
Tel.: 09176 / 835
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Wed, 29 Jan 2020 14:25:00 +0100