Ortsverband Allersberg http://www.gruene-roth.de Webseite des Grünen Ortsverbandes Allersberg http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/ortstermin-mit-mdl-sabine-weigand-zum-thema-marktplatzgestaltung/ Ortstermin mit MdL Sabine Weigand zum Thema Marktplatzgestaltung http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/ortstermin-mit-mdl-sabine-weigand-zum-thema-marktplatzgestaltung/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/ortstermin-mit-mdl-sabine-weigand-zum-thema-marktplatzgestaltung/ Wie erhalten wir unsere innerstädtischen Plätze lebendig und lebenswert unter Berücksichtigung von...
Wie erhalten wir unsere innerstädtischen Plätze lebendig und lebenswert unter Berücksichtigung von Denkmalschutz und Klimawandel?

 

Anfang Dezember besuchte uns die Landtagsabgeordnete Dr. Sabine Weigand in Allersberg. Gemeinsam besichtigten wir den Marktplatz und diskutierten die Möglichkeiten, wie man diesen einerseits besser für den Klimawandel rüsten und mit mehr Grünflächen und Bäumen für Kühlung sorgen kann und dabei aber gleichzeitig sicherstellt, dass das denkmalgeschützte Ensemble nicht verändert wird.

Sabine Weigand verfolgt das Thema Marktplatzgestaltung aktuell als Schwerpunkt ihrer denkmalpolitischen Arbeit und hat dazu bereits verschiedene Orte in Bayern besucht. Ihrer Einladung zum Ortstermin in Allersberg waren auch Martin Danninger von der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt sowie die Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß gefolgt. Ebenfalls mit dabei waren Hartmut Lehmann als Vorstandsmitglied des Allersberger Kultur- und Verschönerungsvereins sowie Dieter Chrocziel als Vertreter des Vereins zur Sanierung und Förderung des Gilardi-Anwesens: Beide konnten aus ihren Vereinen jeweils wertvolle Hintergründe zur Situation in Allersberg beitragen.

Sabine Weigand sah die größten Probleme im Verkehrslärm, den zahlreichen Parkplätzen und der fehlenden Beschattung, die den Wohlfühlfaktor am Marktplatz massiv einschränken. Das historische Ambiente zwischen Stadttor und Rathaus käme dadurch nicht zur Geltung. Martin Danninger betonte, dass Bäume, Grünflächen oder Wasser als Gestaltungselemente auch in historischen Zentren zulässig sind, wobei aber immer der Einzelfall zu betrachten sei.

Unser Ortsvorstand wies darauf hin, dass eine Verkehrsberuhigung für den Marktplatz schon seit vielen Jahren diskutiert wird - zuletzt im November 2020 in einer Bürgerversammlung sowie im Sommer 2021 bei der Vorstellung des Radverkehrskonzepts für Allersberg. Passiert sei bisher jedoch wenig. 

Sabine Weigand und die beiden Denkmalschutzexperten Danninger und Schultheiß empfahlen schließlich, für Allersberg ein Kommunales Denkmalkonzept ins Auge zu fassen. Bei dem Angebot des Landesamts für Denkmalpflege analysieren Fachfirmen, welche Strukturen wichtig für die Identität eines Ortes sind und wie eine mögliche Neugestaltung aussehen könnte. Wert gelegt wird dabei vor allem auch auf die Einbindung der Bevölkerung.

Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihren Besuch und die viele Anregungen! Ein besonderer Dank geht noch an den KVV für die abschließende Führung durch den Torturm!

 

An den Themen Marktplatzgestaltung und Verkehrsberuhigung wird unsere Fraktion dranbleiben und sich im Gemeinderat dafür einsetzen, den Ortskern attraktiver, lebendiger und grüner zu gestalten. Eine "Begegnunszone" bzw. ein "Shared Space", in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und sich alle - vom Kleinkind bis zur Senior:in - gerne treffen, das ist unsere Vision.

Ihr habt Ideen und Anregungen dazu? Dann nehmt gerne Kontakt mit unseren Fraktionsmitgliedern auf. 

 

Weitere Informationen:

Website Dr. Sabine Weigand, Sprecherin für Denkmalschutz der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag

Kommunales Denkmalkonzept - Ausführliche Beschreibung von Aufbau, Inhalt und Methodik (PDF - Landesamt für Denkmalpflege) 

 

 

 

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Wed, 08 Dec 2021 12:07:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/doppelhaushalt-im-marktgemeinderat-verabschiedet/ Doppelhaushalt im Marktgemeinderat verabschiedet http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/doppelhaushalt-im-marktgemeinderat-verabschiedet/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/doppelhaushalt-im-marktgemeinderat-verabschiedet/ Der Haushalt für die nächsten zwei Jahre enthält eine ganze Reihe wichtiger Investitionen in...
Der Haushalt für die nächsten zwei Jahre ist verabschiedet. Er enthält eine ganze Reihe wichtiger Investitionen in Kindergärten, Freibad, Gilardi-Anwesen, Radwege und vieles mehr. Unsere Fraktion unterstützt viele dieser Investitionen, hat aber in der Sitzung des Marktgemeinderats vom 22. November 2021 dennoch gegen den Haushalt gestimmt. Warum, das wollen wir kurz erklären.

Größter Kritikpunkt ist der "Doppelhaushalt": Es ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll, sich zwei Jahre im Voraus festzulegen, da sich in diesem Zeitraum vieles ändern kann – schließlich befinden wir uns noch mitten in der Pandemie und auch Gesetzesänderungen werden auf uns zukommen. Dass es schonmal einen Doppelhaushalt für Allersberg gab, hatte einen Grund: 2020 war man sehr spät dran mit dem Haushalt für 2020 und hat somit sinnvollerweise 2021 gleich mitgeplant. Klar ist, dass ein Doppelhaushalt die Sache für die Verwaltung einfacher macht: Sie spart sich die Haushaltsdebatte im Jahr 2022. Ob das aber so demokratieförderlich ist? Und warum man auf die Debatte wohl gerade Ende 2022 verzichten will - wenige Monate vor der Bürgermeisterwahl??

Der Doppelhaushalt 2022/2023 ist aus unserer Sicht außerdem nicht seriös geplant, da bestimmte Projekte gar nicht in diesem Zeitraum umgesetzt werden können. Auch die veranschlagten Gewerbesteuereinnahmen für 2023 in Höhe von über 5 Mio. Euro halten wir für zu hoch gegriffen - selbst wenn der Bürgermeister sie als "Einmaleffekt" bezeichnet.

Thema Verschuldung: Noch beim letzten Doppelhaushalt wurde von einer Hausnotlage für 2021 gesprochen. Tatsächlich sind aber in 2021 "wider Erwarten" Rücklagen in Höhe von 7,5 Mio. Euro entstanden, die nun dem Haushalt 2022 zugeführt werden können. Das zeigt uns, dass bei der Haushaltsaufstellung teilweise mit Luftnummern agiert wird.

Was die geplanten Projekte betrifft, so beurteilen wir vieles positiv - von der Sanierung des Freibads und des Gilardi-Anwesens, über die Erweiterung der Kindergärten bis hin zu den Radwegen, wo es endlich vorwärts geht. Auch dass ein Gewässerentwicklungskonzept in Angriff genommen wird, freut uns. Schließlich hatten wir mehrfach in den letzten Monaten darauf hingewiesen, dass unsere Gräben und Bäche in einem schlechten Zustand sind und den immer häufigeren Starkregenereignissen nicht gewachsen sind.

Was uns aber fehlt: Die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind zu wenig berücksichtigt. 

Ein Haushaltsplan ist ein Statement, das zeigt, wo die politischen Prioritäten liegen. In Allersberg liegen sie nicht da, wo wir Grüne sie sehen würden: 

  • Unsere Gemeinde wächst, die Zahl der Kinder auch. Das führt dazu, dass ab etwa 2024 die Grundschule viergleisig sein wird - also vier Klassen mehr untergebracht werden müssen (dabei sind die neuen Wohngebiete noch nicht einmal berücksichtigt). Hinzu kommt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der weitere Räume nötig macht. Erst 2024 mit der Schulerweiterung zu starten, ist in unseren Augen viel zu spät.
  • Investitionen in die Verkehrswende (Ausbau ÖPNV, Bürgerbusse etc) fehlen komplett. Dabei brauchen wir dringend sinnvolle Alternativen zum Auto, damit auch ältere Menschen und Jugendliche leicht von A nach B kommen können.
  • Die zentrale Frage unserer Zeit wird erst gar nicht gestellt: Wie können wir den Klimawandel eindämmen, um unseren Kindern eine gute Zukunft zu sichern? Wir haben zwar mittlerweile eine PV-Anlage auf dem Bauhof. Aber wo sind die E-Fahrzeuge, die dort laden? Was ist mit anderen gemeindlichen Dächern? Und Hausbesitzer bei energetischen Sanierungen zu unterstützen (unser Antrag vom Mai), kommt auch nicht in Frage, dabei liegt hier enormes Potenzial, um CO2 einzusparen. Investitionen in derartige Klimaschutzmaßnahmen sieht der Haushaltsplan nicht vor.
  • Für den Stellenplan hatten wir einen Klimaschutzmanager vorgeschlagen, einen Mitarbeiter, der das Bauamt bei den wachsenden Klimaschutz-Aufgaben entlasten kann und uns kaum was kosten würde: Die Stelle würde über 2 Jahre mit 90 Prozent gefördert. Aber: Einen solchen „Umweltfritzen“ brauchen wir nicht, hieß es von Seiten der FW.
  • Wenn schon kein Klimaschutz, dann wenigstens Klimafolgenanpassung? Um unsere Gemeinde fit zu machen für Hitze, Dürre und Starkregenereignisse? Auch hier sieht man keinen Bedarf. Die Temperaturen haben sich bei uns doch „kaum verändert“, hieß es, als man unseren Antrag auf ein Klimafolgenanpassungskonzept im Oktober 2021 ablehnte. Also auch dafür keine Gelder (die übrigens ebenfalls über Förderungen zurückkämen). Für konkrete Anpassungsmaßnahmen sowieso nicht. 

Die Liste ließe sich noch erweitern. Doch schon die Auswahl dürfte klar machen, dass wir mit dem Haushalt nicht die Weichen stellen für den Schulausbau, die Verkehrswende, die Bekämpfung des Klimawandels. Und das bei einem Rekordhaushalt von mehr als 36 Mio. Euro.

 

Artikel in der Hilpoltsteiner Zeitung vom 23.11.2021:
Millionen-Überschuss macht Weg frei für weitere Großprojekte - Beträchtliche Rücklage für anstehende Großprojekte - Doppelhaushalt verabschiedet (donaukurier.de)

 

 

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Thu, 25 Nov 2021 17:06:36 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kita-weidenkoerbchen-antrag-auf-nachhaltige-bauweise/ Kita Weidenkörbchen: Antrag auf nachhaltige Bauweise http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kita-weidenkoerbchen-antrag-auf-nachhaltige-bauweise/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/kita-weidenkoerbchen-antrag-auf-nachhaltige-bauweise/ Ein Anbau soll Platz für zwei Kindergartengruppen schaffen. Unsere Fraktion hat beantragt, diesen... Gemeinsam mit der SPD-Fraktion haben wir beantragt, dass der geplante Erweiterungsbau für die Kinderkrippe Weidenkörbchen in Massivholzbauweise im Passivhausstandard errichtet wird. Die Ausführung des Baukörpers soll analog zum ersten, bereits realisierten Bauabschnitt erfolgen. Dies nicht nur, damit beide Gebäudeteile optisch eine harmonisches Ganzes bilden, sondern auch weil die Bauweise zahlreiche Vorteile hat:

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und hat eine hervorragende Ökobilanz. Holz sorgt für eine behagliche Atmosphäre und ein gesundes Raumklima. In der Regel ist bei Massivholzbauweise die Bauzeit kürzer. Zudem kann der Passivhausstandard leicht erreicht werden, wodurch enorme Energieeinsparungen möglich sind. Trotz höherer Investitionskosten ist der Passivhausstandard meist die wirtschaftlichste Variante. Die Holzbauweise wurde deshalb aus gutem Grund für Bauabschnitt 1 beschlossen. Für Bauabschnitt 2 nun eine andere Bauweise zu wählen, erscheint mit Blick auf Nachhaltigkeit, Kosten, Raumklima etc. wenig sinnvoll.

Doch genau das hat die Verwaltung vor: In der Sitzung des Bauausschuss vom 27.10.2021 legte sie eine Planung vor, die mit dem bestehenden Gebäude nicht viel zu tun hat. Andere Dachform, andere Fassade, andere Bauweise. 

Zu unserem Antrag:
https://gruenlink.de/2cgw

Zu den Plänen von 2012:
https://www.donaukurier.de/.../Allersberg-Weitere-Krippe...

 

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Tue, 23 Nov 2021 20:13:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/supermarkt-am-ortsrand-geld-vor-natur/ Supermarkt am Ortsrand: Geld vor Natur? http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/supermarkt-am-ortsrand-geld-vor-natur/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/supermarkt-am-ortsrand-geld-vor-natur/ Das Projekt verändert stark das Ortsbild, konterkariert den Hochwasserschutz und widerspricht dem...
Die Allersberger Grünen sind der Ansicht, dass ein Café des Schmidt Bäckers ein Gewinn für Allersberg wäre. Kritisch sehen wir aber die Pläne, wonach das Café zusammen mit einem Supermarkt direkt am Ortseingang entstehen sollen. Warum? Hier in Kürze die wichtigsten Gründe:

  • Wegen der negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild
  • Weil es existierende Betriebe gefährdet - zum Beispiel unseren Edeka-Markt und die Cafés am Marktplatz, die Kunden verlieren werden.
  • Weil es dem Ziel widerspricht, unseren Ortskern zu stärken und zu beleben. Besucher werden künftig gleich am Ortsrand abgefangen.
  • Weil es bisherigen Beschlüssen widerspricht, den westlichen Ortsrand von Bebauung freizuhalten. 2010 wurde ein Städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen, dass Versorgungsbetriebe - sogar jegliche Bebauung - westlich der Baumschule ausschließt.
  • Weil es kein fairer Umgang mit einem seit 60 Jahren in Allersberg ansässigen Unternehmers ist, der sich Zeit seines Lebens für die Gemeinde eingesetzt hat. Er verliert einen Teil seiner Existenzgrundlage ohne ein Angebot für geeignete Ersatzpachtflächen, die Rodung kostet ihn ein Vermögen.
  • Weil es in Zeiten der Klimakrise - und gerade nach diesem krassen Sommer - unverantwortlich ist, eine Überschwemmungsfläche zuzubetonieren und damit das Überflutungsrisiko an der kleinen Roth flußaufwärts zu erhöhen.
  • Weil der biotopähnliche Weiher wichtiger Lebensraum für Tiere ist - u.a. Jagdrevier des geschützten Eisvogel.

 

Die Hilpoltsteiner Zeitung hat sich am 13. November 2021 detailliert mit den offenen Fragen und Einwänden zu diesen Planungen befasst (lesenswert!):

Supermarkt-Bau in Allersberg: Geld vor Natur? - Roth, Hilpoltstein, Allersberg | Nordbayern


Weitere Informationen:

Stellungnahme nach dem Aufstellungsbeschluss im April 

 

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Sun, 14 Nov 2021 00:20:00 +0100
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ Allersberger Grüne mit neuem Vorstandsteam http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/allersberger-gruene-mit-neuem-vorstandsteam/ Jahreshauptversammlung mit Christian Zwanziger und Felix Erbe als Ehrengästen – Rückblick auf... Im September fand die erste Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Allersberg statt - mit dem Landtagsabgeordneten Christian Zwanziger und dem Bundestagskandidaten Felix Erbe als Ehrengästen. Trotz Corona konnten die Ortssprecher auf eine Vielzahl erfolgreicher Aktionen zurückblicken. Die Mitgliederzahlen haben sich seit 2019 verdreifacht.

Beim Ortsverband Allersberg von Bündnis 90 / Die Grünen gibt es frischen Wind im Vorstand. Das bewährte Sprecher-Duo aus Georg Decker und Tanja Josche wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig wiedergewählt, ebenso Gisela Decker als Beisitzerin. Neu dabei im vierköpfigen Vorstand ist Roland Herzog: Der 62-jährige Ex-Unternehmer ist bereits seit der Gründung der Ortsgruppe im Mai 2019 aktives Mitglied. Er wird das Vorstandsteam künftig als Schriftführer unterstützen. Diese Position hatte bisher Wilma Kinzler inne, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte.

Erfolgreiche Aktionen trotz Corona

Im Jahresbericht blickte Tanja Josche, Sprecherin des Ortsverbands, gleich auf zwei Jahre zurück, da pandemiebedingt 2020 keine Versammlung stattgefunden hatte. Sie zog eine durchweg positive Bilanz: „Die Zahl unserer Mitglieder hat sich verdreifacht, wir konnten bei der Kommunalwahl ein respektables Ergebnis erreichen, und wir haben trotz Corona viele gute Aktionen auf die Beine gestellt. Darauf können wird stolz sein,“ sagte sie und dankte den Parteimitgliedern und Unterstützer:innen für ihr Engagement. „Ihr habt Ideen eingebracht, eure Freizeit geopfert, tatkräftig mit angepackt und uns auch finanziell unterstützt. Ohne euch hätten wir das nicht geschafft.“

Tanja Josche zählte einige Highlights auf, unter anderem die Restaurierung des Barfußpfads am Naturerlebnisweg „An der kleinen Roth“, die Filmvorführung zur Energiewende mit dem Berliner Regisseur Frank Farenski, die Denkmalschutztour der Landtagsabgeordneten Sabine Weigand im Gilardi-Anwesen, die Müllsammelaktion mit dem Eine-Welt-Laden, Baumpflanzungen, die Initiative für mehr Fahrradfreundlichkeit in Allersberg, sowie zwei Spendenaktionen, bei denen Geflüchtete auf den griechischen Inseln mit Winterkleidung versorgt und die Allersberger Schulen und der Hort mit CO2-Messgeräten ausgestattet wurden (mehr im Jahresrückblick 2020). Josche verwies auch auf die Arbeit der Fraktion, die viele Themen setzen konnte, auch wenn die Anträge nicht immer erfolgreich waren.

Unterstützung der neuen Bürgerinitiative in Allersberg

Zur Sprache kamen auf der Jahreshauptversammlung auch die geplanten Gewerbegebiete bei Altenfelden. Der Ortsverband beschloss einstimmig, die Bürgerinitiative „Ja zu einer Gewerbeentwicklung ohne Amazon“ zu unterstützen. Sprecher Georg Decker erklärte, das Ziel bestehe darin, kein Logistik-, Sortier- oder Verteilzentrum, z.B. für den umstrittenen Online-Händlers Amazon auf West 1 anzusiedeln, sondern Unternehmen verschiedener Branchen, die vielfältigere Arbeitsplätze, höhere Gewerbesteuereinnahmen und weniger Verkehr versprechen. Die Gemeinde sei keineswegs gezwungen, West 1 als Sondergebiet Logistik zu entwickeln, wie häufig behauptet wird. Tanja Josche ergänzte, dass es für den Frieden im Ort wichtig sein, bei einer so weitreichenden Entscheidung die Bevölkerung zu befragen. Viele Bürger:innen seien von der aktuellen Entwicklung enttäuscht, da sich vor den Bürgerentscheiden im Mai 2020 beide Bürgerinitiativen noch gegen Amazon positioniert hatten.

Diskussion zum Flächenverbrauch mit Felix Erbe und Christian Zwanziger

Anschließend diskutierten die Grünen über Alternativen zum ausufernden Flächenverbrauch. Der Landtagsabgeordnete Christian Zwanziger rechnete vor, dass wir Bayern alle vier bis fünf Tage eine Fläche in der Größe des Rothsees verlieren. Jedes Jahr verschwindet in der Metropolregion Nürnberg landwirtschaftliche Fläche in der Größe einer durchschnittlichen Gemeinde. „Wir müssen die wertvolle Ressource Boden besser schützen. Eine unverbindliche Richtgröße von 5 ha ist nicht ausreichend,“ so Zwanziger. Er ging auf den Wettbewerb unter den Kommunen ein, berichtete vom Antrag der Grünen auf Vorrangflächen für die Landwirtschaft, Ansätzen zur Förderung der Innenentwicklung und kritisierte die Blockade-Politik von CSU und FW in Bayern.

In der Diskussion mit Felix Erbe kamen weitere Themen zur Sprache, die im Land und im Bund dringend angepackt werden müssen, von Bildung, über Digitalisierung, Ausbau der Erneuerbaren, dem Umgang mit rechtsradikalen Strömungen und Querdenkern bis hin zum Katastrophenschutz. Erbe berichtete auch eindrücklich von seinem THW-Einsatz in den Katastrophengebieten im Ahrtal und machte deutlich, welche Lehren wir auch in den Kommunen daraus ziehen müssen, um uns für die Zukunft besser zu rüsten.

 

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Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
Tel.: 09176 / 835
Mail: info(at)gruene-allersberg.de

 

Fotos in druckfähiger Qualität:

Fotos zur Jahreshauptversammlung 2021 mit Neuwahlen (gruene-roth.de)

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Sun, 03 Oct 2021 12:24:00 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ Klimafolgenanpassung: Allersberg besser für Extremwetter rüsten http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimafolgenanpassung-allersberg-besser-fuer-extremwetter-ruesten/ Die Allersberger Grünen haben gemeinsam mit der SPD die Erstellung eines Konzepts zur... Die Allersberger Grünen haben gemeinsam mit der SPD die Erstellung eines Konzepts zur Klimafolgenanpassung beantragt. Ziel ist es, die Gemeinde für die Zukunft zu rüsten, um Schäden durch Starkregenereignisse, Hitze oder Trockenheit zu minimieren.
 

Eine Klimaprognose des bayerischen Umweltministeriums zeigte kürzlich: Von den verschiedenen Regionen Bayerns hat Franken besonders stark unter dem Klimawandel zu leiden. Die Häufigkeit und Dauer von Hitze- und Dürreperioden steigt, gleichzeitig wächst das Risiko von Starkregenereignissen – und zwar stärker als in anderen Regionen (Bericht). Darauf müssen sich die Städte und Gemeinde vorbereiten, um ihre Bevölkerung und die Infrastrukturen zu schützen. Auch die Allersberger Grünen pochen darauf, dass ihre Gemeinde bei der Stadtplanung umdenkt: Mehr Grünflächen, mehr Bäume, grüne Fassaden und Dächer könnten Regen wie einen Schwamm aufnehmen und so die Wassermassen reduzieren, die in die Kanalisation abgeleitet werden. Gleichzeitig wirkt das urbane Grün im Sommer kühlend und reduziert so den Hitzestress für die Menschen.

Vorbereitet sein

„Die letzten Wochen haben eindrücklich gezeigt, welche katastrophalen Folgen Starkregenereignisse haben können,“ so Tanja Josche, Sprecherin der Allersberger Grünen. Den Landkreis Roth habe es zwar nicht so getroffen wie NRW und Rheinland-Pfalz. Aber auch hier standen etliche Keller unter Wasser, Straßen waren gesperrt und das Trinkwasser musste in einigen Orten über Woche abgekocht werden. „Allersberg ist mit einem blauen Auge davongekommen. Aber das kann beim nächsten Starkregen schon anders aussehen. Deshalb müssen wir vorbereitet sein und alles tun, um mögliche Schäden zu minimieren.“

Die Gemeinderatsfraktionen von Grünen und SPD haben deshalb gemeinsam die Erstellung eines Konzepts zur Klimafolgeanpassung beantragt. Dieses soll aufzeigen, welche Folgen Hitze, Dürre und Starkregenereignisse speziell für Allersberg haben können, wo es Schwachstellen oder besonders gefährdete Gebiete gibt und mit welchen Maßnahmen die Risiken gemindert oder beseitigt werden können. Die Antragssteller weisen dabei auf Förderprogramme des Bundesumweltministeriums und der bayerischen Staatsregierung hin, bei denen nur ein kleiner Teil der Kosten von der Gemeinde selbst getragen werden müsse.

Statt Grünflächen zu schützen, wird massiv versiegelt

Georg Decker, Co-Sprecher der Allersberger Grünen, kritisiert die vielen Bauprojekte in der Gemeinde, bei denen massiv Flächen versiegelt werden: „Derzeit entstehen auf 33 Hektar zwei neue Gewerbegebiete und auf neun Hektar zwei Wohnbaugebiete. Ein Hektar Land an der Kleinen Roth, das als Überschwemmungsfläche dient, soll für einen Supermarkt zubetoniert werden. Und wenn wir Pech haben, kommt noch ein ICE-Werk hinzu, für das weitere 45 Hektar erst gerodet, dann versiegelt werden. Jedes einzelne dieser Projekte trägt dazu bei, dass weniger Wasser natürlich versickern kann, dass mehr über die Kanalisation und die Gräben abgeleitet werden muss und dass der Grundwasserspiegel weiter sinkt. Dabei wäre angesichts der Klimakrise genau das Gegenteil nötig: Grünflächen schützen, Wälder aufforsten, Flächen entsiegeln.“

 

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Der Antrag zum Download

 

Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
Tel.: 09176 / 835
Mail: fraktion(at)gruene-allersberg.de

 

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Fri, 13 Aug 2021 15:53:30 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimaschutz-braucht-buergerenergie-mdl-martin-stuempfig-und-erich-wust-informierten-in-allersberg/ Klimaschutz braucht Bürgerenergie - MdL Martin Stümpfig und Erich Wust informierten in Allersberg http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimaschutz-braucht-buergerenergie-mdl-martin-stuempfig-und-erich-wust-informierten-in-allersberg/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/klimaschutz-braucht-buergerenergie-mdl-martin-stuempfig-und-erich-wust-informierten-in-allersberg/ Reicht das neue Klimaschutzgesetz aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen? Wie steht es um die... 3. August 2021

Reicht das neue Klimaschutzgesetz aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen? Wie steht es um die Energiewende in Deutschland? Und wie funktionieren Energieprojekte in Bürgerhand? Darüber informierten und diskutierten der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig, Sprecher für Energie & Klimaschutz, und Erich Wust, Geschäftsführer von Wust Wind & Sonne. 

Gemeinsam mit dem Energiebündel Roth-Schwabach e.V. besichtigten wir zunächst den Klimawürfel, der seit Anfang AUgust am alten Festplatz steht und über Ursachen und Folgen des Klimawandels informiert. Anschließend ging es zum Windrad nach Uttenhofen, wo wir uns ein Bild von der Anlage und dem Vorranggebiet gemacht und die Möglichkeiten eines weiteren Windkraftwerks diskutierten.

Höhepunkt des Tages waren die Vorträge der beiden Referenten im Strandhaus Birkach. Martin Stümpfig zeigte auf, wo es in Sachen Klimaschutz hakt und dass beim Ausbau der Erneuerbaren dringend der "Turbo" gezündet werden müsse. Es brauche PV auf jedem Dach, mehr Freiflächenanlagen und einen schnellen Ausbau der Windkraft. Die 10H-Regel aber verhindert in Bayern den Windkraftausbau: 2020 wurde keine einzige Anlage genehmigt. Dabei liegt hier enormes Potenzial, wie das Beispiel Uttenhofen zeigt: Die Anlage erzeugt pro Jahr 6,2 Mio. kWh - fast doppelt so viel wie alle PV-Anlagen auf den Dächern Allersbergs zusammen. Und moderne Anlagen sind sogar noch leistungsfähiger. Insgesamt sieht Martin für Allersberg und den Landkreis "Luft nach oben", was den Ausbau der Erneuerbaren betrifft.

Erich Wust, Geschäftsführer von Wust - Wind & Sonne, erläuterte, wie Bürgerenergieprojekte funktionieren, was die Grundlagen echter Bürgerbeteiligung sind und wie es um die Akzeptanz solcher Anlagen steht. Wichtig dabei: ein faires Modell für Grundstückseigentümer, vorrangige Beteiligung der Bürger am Wohnort sowie die Möglichkeit, den Strom selbst verbrauchen zu können. Auch technische Entwicklungen sprach er an und stellte einige der über 40 Bürgerenergieprojekte vor, die seine Firma bereits realisiert hat.

Im Anschluss wurde noch intensiv diskutiert, wobei sich Referenten und Besucher grundsätzlich einig waren: Wir müssen so schnell wie möglich raus aus Öl und Gas, rein in Wind und Sonne. Es ist Zeit, dass sich was dreht!

 


 

Downloads

Ausführlichere Pressemeldung:

Energiewende im Fokus: Allersbergs Potenzial noch nicht ausgeschöpft - Pressemeldung vom 13.8.2021 - PDF 0,5 MB)
 

Präsentationen der Referenten:

Vortrag Martin Stümpfig : "Unser Beitrag für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens - Klimaschutz ohne Wenn und Aber" - PDF 14,89 MB

Vortrag Erich Wust : "Klimaschutz braucht Bürgerenergie"- PDF 2,58 MB
 

Fotos in druckfähiger Qualität:

Fotos "Klimaschutz braucht Bürgerenergie" - 3.8.2021

 

 

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Sat, 07 Aug 2021 16:08:05 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nahrungsangebot-fuer-stoerche-verbessern/ Nahrungsangebot für Störche verbessern http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nahrungsangebot-fuer-stoerche-verbessern/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/nahrungsangebot-fuer-stoerche-verbessern/ Damit Störche in Allersberg optimale Nistbedingungen vorfinden, muss das Futterangebot... 2013 gab der Umweltausschuss grünes Licht für ein Storchenprojekt in Allersberg. Ziel war es, zunächst die Nahrungsgrundlage für den bedrohten Weißstorch zu schaffen, damit dieser sich niederlassen kann. Denn im Vergleich zu anderen Storchenrevieren sind Feuchtbiotope um Allersberg selten bzw. zu weit entfernt. Bisher wurde aber nur ein kleiner Teil des Konzepts umgesetzt.

Die Fraktionen von GRÜNEN und SPD beantragen daher, dass geeignete Flächen identifiziert und Maßnahmen entwickelt werden, um das Nahrungsangebot für Weißstörche in Allersberg zu verbessern.

Das Anlegen einer Nisthilfe, wie vom ABF beantragt, ist ausdrücklich zu begrüßen. Doch damit Störche in Allersberg optimale Nistbedingungen vorfindet, muss auch das Futterangebot ausreichend sein: Ein Storchenpaar braucht rund 200 Hektar extensives Grünland mit einem hohen Anteil an Feuchtwiesen, um Würmer, Frösche, Kaulquappen, Echsen, Fische, Mäuse und Insekten für seine Jungen finden zu können.

Mehr:

Antrag von GRÜNEN und SPD für den Umweltausschuss

  

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Tue, 06 Jul 2021 17:45:51 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/baeche-und-graeben-naturnah-entwickeln/ Bäche und Gräben naturnah entwickeln http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/baeche-und-graeben-naturnah-entwickeln/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/baeche-und-graeben-naturnah-entwickeln/ Die Allersberger Grünen wollen ihre Gemeinde für künftige Starkregenereignisse besser rüsten und...
Die Allersberger Grünen wollen ihre Gemeinde für künftige Starkregenereignisse besser rüsten und fordern, die Fließgewässer konsequent zu renaturieren. Uferrandbereiche und Überschwemmungsgebiete wie am Ortseingang neben der Baumschule sollten für den Wasserrückhalt freigehalten werden.

 

Bei heftigen Regenfällen ist in der vergangenen Woche in Allersberg das Regenrückhaltebecken Kieselgraben Nord übergelaufen. Innerhalb kürzester Zeit füllten die Wassermassen – sechs Millionen Liter sollen es gewesen sein – eine Baugrube in der Sandstraße. Die Keller der umlie­genden Häuser blieben verschont, dennoch saß der Schock für die Anwohner tief. Sie hatten sich seit dem Bau des Rückhaltebeckens vor Überflutungen, wie sie früher häufig vorkamen, relativ sicher gefühlt. Schließlich war das Becken für ein Jahrhundert­hochwasser konzipiert.

Auch an anderer Stelle Allersbergs traten Bäche über die Ufer: Am Langweidgraben überflutete das Wasser viele Gärten. Nach Aussagen der Anwohner stand es hier so hoch wie noch nie. Dabei hatte die Verwaltung noch wenige Tage zuvor versichert, der Langweidgraben sei leistungsfähig und könne sogar zusätzliches Oberflächenwasser aus dem neuen Baugebiet „St. Wolfgang“ auf­nehmen. Anlass dafür waren Stel­lungnah­men vom Wasserwirtschaftsamt, vom Bund Naturschutz und von einem Anlieger, die befürchteten, das Überflutungsrisiko könne mit dem Baugebiet steigen.

Allersbergs Fließgewässer sind in einem schlechten Zustand

„Das Unwetter hat uns gezeigt, wie wenig leistungsfähig die Gräben in Allersberg sind. Aufgrund des Klimawandels werden solche Starkregenereignissen aber immer häufiger auftreten,“ mahnt Tanja Josche, Sprecherin der Allersberger Grünen. Die Renaturierung der Gewässer sollte daher nach Ansicht der Grünen dringend mehr Priorität bekommen.

Allersberg wird von mehreren Fließgewässern durchzogen, die überwiegend in sehr schlech­tem Zustand sind. Sie sind größtenteils begradigt, verrohrt und bis an den Uferrand bebaut. Damit haben sie ihre ursprüngliche Funktion als Rückhalteraum und Lebensraum für Pflanzen und Tiere verloren. Da die Gemeinde für den Unterhalt dieser Gewässer verantwortlich ist, hat sie laut europäischer Wasserrahmenrichtlinie auch die Pflicht, bis spätestens 2027 die „Voraussetzungen für eine natur­nahe Entwicklung“ zu schaffen. Das bedeutet: harten Verbau entfernen, Gewässer­randstreifen anlegen und die Bäche möglichst „entgradigen“. Viele Kommunen sind hier schon aktiv, zumal der Freistaat bei solchen Maßnahmen einen großen Teil der Kosten übernimmt.

Fläche für geplanten Supermarkt war für die Renaturierung gedacht

Auch Allersberg hat sich die Renaturierung längst als Ziel gesetzt und entlang der Kleinen Roth immer wieder Grundstücke aufgekauft. Auf beiden Seiten des Gewässers sollte ein Streifen von 15 Metern in gemeindlicher Hand und frei von Bebauung bleiben. „Dieses Ziel scheint aber derzeit aus dem Blick geraten,“ bedauert Tanja Josche. Als Beispiel sei die Fläche neben der Baum­schule genannt, auf der ein Supermarkt geplant ist: Erst 2016 hatte die Gemeinde das südliche Teilstück, das direkt an die Kleine Roth grenzt, erworben, um es für die Gewäs­ser­renaturierung nutzen zu können. Nur fünf Jahre später soll nun genau dieselbe Fläche an einen Investor verkauft und zu großen Teilen versiegelt werden – bis fünf Meter an den Uferrand heran.

An dieser Stelle ist die geplante Versiegelung besonders kritisch, weil es sich um eine wichtige Rück­haltefläche handelt: Alle paar Jahre steht das Gelände westlich der Baumschule, oft auch die Verkaufsräume, komplett unter Wasser. „Sollte diese wichtige Überschwem­mungs­fläche wegfallen und an der Kleinen Roth wegen des schlechten Baugrunds womöglich noch eine Stütz­mauer errich­tet werden, wird das Überflutungsrisiko flußaufwärts steigen,“ fürchtet Tanja Josche. „Wir Grüne lehnen daher eine Versiegelung dieser Feuchtfläche entschieden ab. Statt­dessen sollten wir lieber einen konkreten Plan entwickeln, wie wir die Kleine Roth und andere Gewässer renaturieren und unseren Ort besser für die Folgen des Klimawandels rüsten wollen.“

Kritisches Maß an Oberflächenversiegelungen in der Gemeinde

Georg Decker, Co-Sprecher der Allersberger Grünen, ergänzt: „Das Supermarkt-Projekt betrifft zwar eine besonders kritische Stelle, aber es ist bei weitem nicht die einzige geplante Flächen­versiegelung in unserer Gemeinde. Hinzu kommen zwei riesige Gewerbegebiete mit insgesamt 33 Hektar, zwei neue Wohnbaugebiete mit neun Hektar, und wenn wir Pech haben, weitere 45 Hektar für ein ICE-Werk mitten im Bannwald. Jedes einzelne dieser Bauprojekte trägt dazu bei, dass weniger Wasser natürlich versickern kann, dass mehr über die Kanalisation und die Gräben abgeleitet werden muss und dass der Grundwasserspiegel weiter sinkt.“

Die Grünen setzen sich daher für den Schutz und die Renaturierung der Gewässer in Allersberg und eine wassersensible Ortsentwicklung ein. Damit lassen sich die Folgen von Stark­regenereig­nissen minimieren. Gleichzeitig verbessern naturnahe Bäche auch das Ortsbild und tragen als Erholungsort und Treffpunkt für Kinder und Familien maßgeblich zur Steigerung der Lebens­qualität bei.

 

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Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
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Mail: vorstand(at)gruene-allersberg.de 

 

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Tue, 15 Jun 2021 10:46:02 +0200
http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene-bekraeftigen-ihre-amazon-ablehnung-unterstuetzung-aus-der-landtagsfraktion-und-dem-kreisverban/ GRÜNE bekräftigen ihre Amazon-Ablehnung – Unterstützung aus der Landtagsfraktion und dem Kreisverband http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene-bekraeftigen-ihre-amazon-ablehnung-unterstuetzung-aus-der-landtagsfraktion-und-dem-kreisverban/ http://www.gruene-roth.de/ortsverbaende/gruene-allersberg/aktuelles/aktuelles-volltext/article/gruene-bekraeftigen-ihre-amazon-ablehnung-unterstuetzung-aus-der-landtagsfraktion-und-dem-kreisverban/ Die Allersberger GRÜNEN-Fraktion stand einer möglichen Ansiedlung von Amazon von Anfang an kritisch...
Die Allersberger GRÜNEN-Fraktion stand einer möglichen Ansiedlung von Amazon von Anfang an kritisch gegenüber. Kurz vor der Entscheidung über den Verkauf der gewerblichen Flächen bei Altenfelden bekräftigt sie noch einmal Ihre Position und weist auf die möglichen negativen Folgen für die Gemeinde hin. 


Am 19. März 2021 endete die Ausschreibungsfrist für die geplanten Allersberger Gewerbe­ge­biete westlich der Autobahn. Das Kommunalunternehmen (KU) wertet derzeit die Bewer­bun­gen aus und wird dem Marktgemein­de­rat vermutlich in Kürze einen Empfehlungs­beschluss unterbreiten. Auch wenn bisher nichts ent­schieden ist, so sind doch die Präferenzen vor Ort klar: Sowohl die Gemeindeverwal­tung als auch die Fraktionen von ABF und FW haben mehr­fach deutlich gemacht, dass sie einem Verkauf an den Immobilienentwickler P3 Logistic Parks und einer Ansiedlung von Amazon positiv gegen­überste­hen. Die GRÜNEN lehnen diese Varian­te ab und nennen dafür mehrere Gründe.

„Entscheidend sind für uns die möglichen langfristigen Folgen für Allersberg,“ so Tanja Josche. „Was uns erwarten kann, sehen wir an anderen Amazon-Standorten. Dort zahlt Amazon in Rela­tion zur verbrauchten Fläche in der Regel nur sehr wenig Gewerbe­steuer. Die Arbeits­bedin­gun­gen für die Mitarbeiter sind katastrophal. Und durch das hohe Ver­kehrsauf­kommen ent­stehen neue Probleme und hohe Folge­kosten für die Gemeinden. Ich bezweifle, dass es gerade bei uns anders sein würde.“ Deshalb sollte man bei der Bewerberauswahl genau hinsehen. „Es gibt Alternativen zu Amazon. Alternativen, die bei ähnlichen Einnahmen aus dem Grund­stücks­verkauf langfristig mehr Vorteile bringen und auch eher dazu beitragen würden, die Spaltung in unserer Gemein­de zu überwinden.“

Georg Decker sorgt sich vor allem um die Finanzsituation der Markt­gemeinde: „Das Landrats­amt mahnt, dass wir angesichts unserer Verschuldung dringend Maßnahmen ergreifen müs­sen, um unsere kontinuierlichen Einnahmen zu steigern. Dabei spricht die Rechtsaufsicht konkret die Realsteuern an. Warum sollten wir nun hier auf ein Unter­nehmen setzen, bei dem von vorn­herein klar ist, dass relativ wenig an Gewerbesteuer zu erwarten ist?“ Natürlich könne man auch bei anderen Unternehmen die Höhe der Gewerbe­steuer nicht vorhersagen, räumt er ein. Aber zumin­dest ließe sich das wirtschaftliche Risiko erheblich reduzieren, wenn man nicht auf einen Großkonzern setzt, der global als Steuervermeider bekannt ist, sondern statt­dessen auf mehrere unterschiedliche Betriebe. Außerdem gibt er zu bedenken, dass Amazon von Corona stark profitiert hat und ergänzt: „Wir sollten nicht noch einen Konzern unterstützen, der den ohnehin unter der Pandemie leidenden Einzelhandel massiv in seiner Existenz bedroht.“

Unterstützung erhalten die Allersberger GRÜNEN bei ihrem Appell von den mittelfränkischen Landtagsabgeordneten Barbara Fuchs und Sabine Weigand:

„Jetzt gilt es, in Allersberg die richtigen Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Gewer­be­entwicklung der Gemeinde zu stellen. Riesige Logistikhallen von internationalen Steuer­ver­meidern können dabei weder aus ökologischer noch ökonomischer Sicht einen nach­haltigen Beitrag leisten. Kleine und mittlere Betriebe stehen dagegen für qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze und sind ein Garant dafür, dass die Wertschöpfung auch wirklich in der Region verbleibt“, betont die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Barbara Fuchs.

„Allersberg hat Besseres verdient als Amazon – mittelständische Unternehmen, die hier bei uns ihre Steuern zahlen und gute Arbeitsplätze bieten,“ ergänzt Dr. Sabine Weigand, die als Mitglied der Landtagsfraktion für den Wahlkreis Roth und Nürnberger Land zuständig ist.

Auch im Kreisverband Roth von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN sieht man eine mögliche Entschei­dung für Amazon kritisch:

„Der örtliche Einzelhandel droht teilweise an der Corona-Pandemie zugrunde zu gehen – und Amazon sahnt ab. Steuergelder, mit denen unsere Krankenhäuser und Pflegeheime finanziert werden können, sind jedoch von Amazon nicht zu erwarten. Gebt ehrbaren Unternehmen in Allersberg eine Chance!“ appelliert die Kreissprecherin Dr. Ursula Burkhardt an die Entschei­der:innen.

Boris Czerwenka, Sprecher des KV Roth, spricht die Versäumnisse der Landesregierung an, die hier deutlich werden: „Das neue Allersberger Gewerbegebiet ist ein Beispiel dafür, dass das freiwillige Flächen­sparen des Herrn Aiwanger nicht funktioniert. Hier verbraucht eine Gemein­de quasi das Gesamtbudget an Fläche für den ganzen Landkreis. Wenn man es mit dem Flächen­sparen wirklich ernst meint, müssen andere bayern- und landkreisweite Konzepte her. Damit würde man auch verhindern, dass Konzerne wie Amazon einzelne Gemeinden gegen­einander ausspielen.“

 

Kontakt:

Tanja Josche
Tel.: 09176 / 3550295
Georg Decker
Tel.: 09176 / 835
Mail: fraktion(at)gruene-allersberg.de

 

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Thu, 15 Apr 2021 21:28:00 +0200